Heißer Tanz im Pappelstadion: Leader Parndorf gastiert beim MSV

BURGENLANDLIGA

Das Spitzenspiel der Burgenlandliga bringt richtig Brisanz mit sich. Weil Parndorf zuletzt zweimal nicht gewinnen konnte, ist der MSV wieder auf Tuchfühlung mit dem Tabellenführer und kann mit einem Sieg punktemäßig mit dem SC/ESV gleichziehen.

Von Martin Ivansich

Beim 2. Liga Derby MSV gegen Rohrbach kamen rund 2000 Zuseher ins Pappelstadion. Am Sonntag könnte diese Marke beim Burgenlandliga-Kracher gegen Parndorf geknackt werden.

Beim 2. Liga Derby MSV gegen Rohrbach kamen rund 2000 Zuseher ins Pappelstadion. Am Sonntag könnte diese Marke beim Burgenlandliga-Kracher gegen Parndorf geknackt werden.

© Martin Ivansich

MSV – Parndorf; Sonntag, 16 Uhr. Das Pappelstadion wird sich wohl über einer Topkulisse freuen dürfen. Der Tabellenerste ist beim schärfsten Verfolger zu Gast. Und die Ausgangslage könnte spannender nicht sein. Denn nachdem die Parndorfer zuletzt mit zwei Remis in Folge strauchelten und Punkte auf der Strecke ließen, hat der MSV seine Hausaufgaben erledigt und zweimal souverän gewonnen. Was bedeutet: Mit einem Sieg könnte der MSV sogar punktemäßig mit Parndorf gleichziehen.

Für ein Überholmanöver bedarf es aber eines Sieges mit vier Toren Unterschied. Eben weil die direkten Duelle beim Ranking entscheidend sind und Parndorf im Hinspiel mit 4:0 triumphieren konnte. Ob Parndorf erneut so aufgeigen kann? Coach Michael Porics gibt sich in Anbetracht der letzten Leistungen zurückhaltend. „Außerdem hatten wir da das Spielglück auf unserer Seite. Das passiert nicht in jedem Match.“

Zuletzt hatten die Parndorfer mit einer massiven Ladehemmung zu kämpfen. Topchancen wurden gegen Bad Sauerbrunn (0:0) verhaut. Sogar ein Elfmeter ging in die Binsen. Dabei war die Offensive – abgesehen vom verletzten Raul Bucur – vollzählig. In der Abwehr fehlte aber Chefroutinier Dominik Wydra. Er sollte gegen den MSV wieder auflaufen können. Bei den Grün-Weißen brennt man auf das Spiel. Trainer Josef Kühbauer stellt klar: „Wir haben uns dieses Spiel erarbeitet und wir wollen ja gar nicht lange herumreden. Es sind genau die Partien, für die man eigentlich Fußball spielt.“ Der Druck liegt aus Kühbauers Sicht bei den Gästen: „Sie haben in der Winterpause noch einmal nachgelegt, etliche Spieler verpflichtet. Wir wollen ihnen das Leben schwer machen und unsere Form der vergangenen zwei Spiele auf den Platz bringen.

„Egal welche Liga, solche Spiele gibt es nicht oft“

Personell ist der MSV zudem gut aufgestellt. Lediglich der Langzeitverletzte Niklas Lang und der angeschlagene Adnan Garib stehen nicht zur Verfügung. Das Pappelstadion wird mit höchster Wahrscheinlichkeit so voll wie nie in dieser Saison sein. In Mattersburg spekuliert man mit 2000 Fans aufwärts.

Selbst einen Haudegen wie Kapitän Alois Höller, der in der Bundesliga schon vor deutlich mehr Zusehern gespielt hat, lässt so eine Begegnung nicht kalt: „Das ist doch völlig egal in welcher Liga ein Spitzenspiel stattfindet. Solche Momente sind ganz besonders und diese Spiele gibt es nicht oft. Wir wollen fokussiert auftreten, wissen aber, dass Parndorf sehr viel Qualität hat. Vielleicht haben wir aktuell mehr Leichtigkeit und können das zu einem Vorteil machen.“

Gelingt den Heimischen der Sieg, dann ist das Titelrennen wieder völlig offen. Ein Parndorfer Dreier hingegen würde bereits eine Vorentscheidung im Kampf um das Regionalliga Ost-Ticket bedeuten.