Horitschon gelingt der Befreiungsschlag
Burgenlandliga
Auch im zweiten Pflichtspiel unter der Leitung von Neo-Cheftrainer Luca Wirtitsch bleibt Horitschon ohne Gegentreffer. Da man sich diese Woche offensiv spielfreudiger zeigte, durfte der auch über seinen ersten Saisonsieg freuen, gewann mit seinen Mannen mit 1:0 und macht damit einen großen Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld.
Manuel Baumgartner und dessen Horitschoner lieferten sich mit Sankt Margarethen einen heißen Kampf - mit dem besseren Ende für seinen ASK. Baumgartner selbst erzielte beim 1:0-Erfolg das Tor des Nachmittags.
© Strodl
Horitschon - Sankt Margarethen 1:0.Für einen aufregenden Beginn sorgten die Gäste aus dem Nordburgenland. Jakub Hronec - der im späteren Verlauf auf äußerst schmeichelhafte Art und Weise ausgeschlossen werden sollte - scheiterte aus der Distanz. In der Folge übernahm allerdings der Hausherr das Kommando - Linksverteidiger Tobias Friedl scheiterte nach einem Sprint über das halbe Feld, wenig später machte es Manuel Baumgartner besser. Ein kurz abgespielter Eckball, Neu-Neuner Lukas Heinicker lässt tropfen - Baumgartners von Philipp Wenzl abgefälschter Schuss landete im Netz. Bis zur Pause blieb Horitschon mit Vorteilen, echte Torchancen gab es jedoch nicht. „Wir schaffen es derzeit, aus keinem Fehler ein Tor zu bekommen“, sagte St. Margarethens Trainer Franz Lederer.
Mehrere Aufreger im zweiten Akt
Auch nach dem Seitenwechsel waren es die Sankt Margarethener, die den besseren Start erwischten. Dominik Csomos scheiterte nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff am Pfosten. Eine Chance, die sich der Stürmer in der Regel nicht nehmen lässt. „Er ist ein junger Spieler, dem das Erfolgserlebnis und damit die Leichtigkeit fehlt“, sagte Lederer. Es war die einzige wirkliche Topchance des Gastes im gesamten Spiel - rächen sollte sich das allerdings nur bedingt. Denn auch die Gastgeber gingen mit ihren Offensivaktionen schlampig um. Mehrere aussichtsreiche Umschaltsituationen wurden schlecht oder gar nicht zu Ende gespielt, Bastian Lehner scheiterte zudem aus nicht einmal elf Metern freistehend vor SV-Goalie Michael Wenzl.
Zwischendurch wurde es immer wieder etwas hitziger. Gästecoach Franz Lederer ließ sich zwar nicht aus der Ruhe bringen, hatte aber doch immer wieder einige Diskussionen mit gegnerischen Funktionären, Spielern oder Refeeree Thomas Paukovits. Letzterer stand in der 68. Minute im Mittelpunkt und verwies Hronec, begleitet von mehreren verdutzten Blicken, des Feldes. Zuvor hatte der Referee statt auf Foul an Mario Wenzl auf Schwalbe entschieden und dem Spieler von St. Margarethen die Gelbe Karte gezeigt.
Den Horitschonern war das relativ egal, sie feierten einen knappen 1:0-Heimsieg - und hielten erneut die Null. „Wir haben in diesem Spiel dort weitergemacht, wo wir zuletzt aufgehört haben: Bei einer richtig guten Defensivleistung“, freute sich Cheftrainer Luca Wirtitsch. Offensiv hätte er sich trotz einer spielerischen Leistungssteigerung mehr Output erhofft: „Wir haben es unnötig spannend gemacht, waren nicht kaltschnäuzig genug. Demnach war das Ergebnis schon eher schmeichelhaft und hätte höher ausfallen müssen.“ Das sah Lederer anders. „Das war eine 0:0-Partie. Und wir schaffen es, sie zu verlieren.“
Statistik
Horitschon - Sankt Margarethen 1:0 (1:0).- 1:0 (11.) Baumgartner.
Gelb-Rote Karte:(68., Kritik) Hronec.
SR:Paukovits.- Horitschon, 250.
Horitschon: Ratkai; Cichos, Daniel Trenker, Ostermann, Friedl; Schedl (90+1. Nico Wessely), Haller (56. Niklas Lehner); Maschler (66. Konrad), Baumgartner; Bastian Lehner, Heinicker (90+1. Ackerler).
Sankt Margarethen:Michael Wenzl; Granabetter (77. Janisch), Jusits, Philipp Wenzl, El-Baali; Bosnjak (85. Laky); Mario Wenzl (77. Schindler), Martin Weixelbaum, Hronec, Gergö Fönyedi (55. Dörfler); Csomos.
Reserve:1:2 (Stefan Trenker; Jan Mayer, Zankovitsch).