Horitschons Devise heißt Stabilität beibehalten

Burgenlandliga

Cheftrainer Luca Wirtitsch lobte die Defensivleistung seiner Horitschoner, möchte gegen Sankt Margarethen am anderen Ende aber ein bisschen mehr sehen.

Von Sascha Strodl

Horitschons Neo-Stürmer Lukas Heinicker hatte in Runde eins die beste Chance, scheiterte letztendlich am Aluminium - gelingt ihm nun der erste Pflichtspieltreffer gegen seinen Ex-Klub?

Horitschons Neo-Stürmer Lukas Heinicker hatte in Runde eins die beste Chance, scheiterte letztendlich am Aluminium - gelingt ihm nun der erste Pflichtspieltreffer gegen seinen Ex-Klub?

© Johannes Götzinger

Horitschon - Sankt Margarethen; Samstag, 15 Uhr.Gegen die Neudorf / Parndorf zeigte sich die zweitschwächste Hintermannschaft der Burgenlandliga von ihrer besten Seite. Nicht nur, weil man zum zweiten Mal in dieser Saison zu null spielte, sondern weil die Horitschoner Kicker im ersten Pflichtspiel unter neuer Leitung auch herzlich wenig anbrennen ließen. Allen voran freut das natürlich den Mann, der sich genau das vorgenommen hatte: Übungsleiter Luca Wirtitsch. „Was wir zuletzt defensiv geleistet haben, darauf kann man aufbauen“, sagt er.

Von großen Prognosen sieht der Cheftrainer zwar noch ab, glaubt er aber fest daran, dass die defensive Kompaktheit aus dem Spiel gegen den Ex-Trainer keine Eintagsfliege war: „Wenn wir so stabil bleiben, werden wir sicherlich nicht allzu viele Gegentore bekommen.“ Genau das nimmt man ins kommende Aufeinandertreffen mit Sankt Margarethen mit, wo man auf den ersten Sieg seit drei direkten Duellen wartet. „Wir haben gezeigt, dass wir richtig gut verteidigen können, vorne müssen wir aber schon noch mehr Torgefahr ausstrahlen. Wichtig wird sein, dass wir an den letzten Auftritt anknüpfen und erneut eine gute Leistung zeigen“, sagt Wirtitsch.

Elias Stranzl kam zuletzt wieder zu einem Kurzeinsatz und stehe bereits in Startlöchern, wieder in die erste Elf zu rutschen. Adam Horvath fehlt langzeitverletzt. Ansonsten schöpft man aus dem Vollen. Die Woche ist aber etwas kürzer, was der Coach natürlich am Schirm hat: „Wir werden schauen, ob das Spiel bei jemandem Spuren hinterlassen hat.“

Aufrappeln trotz Personalsorgen

In Sankt Margarethen begann Trainer Franz Lederer am Montag beim Training das Projekt Wiederaufbau. Seine Spieler waren nach dem 0:4 geknickt in die Kabinen geschlichen. „Das kommende Programm ist nicht ohne. Erst Horitschon, dann Halbturn", sagt der Coach von St. Margarethen. „Ich hoffe doch, dass nicht noch einer ausfällt", sagt Lederer. Denn mit Bastian Kucher, der mit Frau und Kind nur Zuseher im Derby war, fällt ein Verteidiger noch vier Wochen aus, bevor er überhaupt ins Training einsteigen kann. Damit fehlt Lederer die Option entweder mit Dreierkette spielen zu lassen oder Philipp Wenzl als Linksverteidiger aufzustellen. Dort fehlt der junge Jan Fortunits, der wegen seiner Zeit beim Bundesheer kaum trainieren kann und nur in der Reserve spielte. Ahmed El-Baali sollte im Mittelfeld für Schwung sorgen, könnte aber wieder in der Defensive spielen, weshalb Martin Weixelbaum vorgezogen werden könnte.

„Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir gut vorbereitet sind, und daran glaube ich noch immer. Wir dürfen uns von einem Spiel nicht deppert machen lassen." Lederer ist optimistisch, auch weil er sich ans Vorjahr erinnert. „Auch damals haben wir uns im ersten Frühjahrsspiel schwer getan auf dem holprigen Platz in Klingenbach."