Klingenbach bestand im Herzschlagfinale, hatte zu wenige Leithammel

Burgenlandliga

Trainer Thomas Klemenschitz ist diese Woche zwar beruflich nicht im Lande. Dennoch sollen nach der durchwachsenen Saison die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Von Günther Pavlovics

Antonio Vidovic war mit vier Treffern in den letzten drei Spielen der Überlebensgarant und Führungsspieler der Klingenbacher

Antonio Vidovic war mit vier Treffern in den letzten drei Spielen der Überlebensgarant und Führungsspieler der Klingenbacher

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Wenn zwei Vereine mit 34 Punkten absteigen müssen und der dritte mit derselben Punkteanzahl oben bleibt, dann hat es sich wohl um das spannendste Finale seit Jahren gehandelt. Und das hinterließ in Klingenbach auch Spuren. Trainer Thomas Klemenschitz war angeschlagen, weniger emotional als gesundheitlich. Der 35-Jährige hielt sich beim Feiern im Hintergrund und war nach dem 3:1 gegen den SK Pama auch bald daheim. Noch vor einem Jahr hatte er als Feuerwehrmann den Klassenerhalt aus einer schwierigen Position geschafft, weil man mit nur fünf Punkten ins Frühjahr gegangen war. Dieses Frühjahr waren es 16 Punkte gewesen, aber das Niveau am Tabellenende war weitaus höher. Letztlich reichten 18 Punkte in der Rückrunde für die finale Punktlandung. „Das hätte ich nicht gebraucht, ich bin froh, dass diese Saison vorbei ist", sagt der Klingenbacher.

Im letzten Spiel erwies sich Antonio Vidovic wieder als Überlebensgarant. Der 36-Jährige brachte Klingenbach früh in Führung, musste aber mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Der Wiener hatte sich in der Vorbereitung verletzt, was sich durch die Saison zog. Wenn er spielte, war er der Leader. Und hier setzt die Analyse von Klemenschitz an: „Uns fehlte es an Leithammeln. Es sind zu wenige in die Führungsrolle geschlüpft." So auch Heimkehrer Sasha Diakiese, der gegen Pama nur auf der Bank begonnen hat. Weil die Chefs fehlten, fehlte auch die Konstanz. Klemen-schitz: „Wir hatten zu viele Auf und Abs. Wir waren zu inkonstant."

Diese Woche gab es noch ein letztes Training, bei dem auch die ersten Testpiloten dabei waren. Allerdings fehlte der Trainer aus beruflichen Gründen. Schon Ende der Woche soll es die ersten Entscheidungen bei der Kaderplanung geben, die Sommerpause dauert nur drei Wochen.