Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone

Burgenlandliga

Oberpullendorf führte in Siegendorf schon 1:0. Doch ein Eigentor und eine Energieleistung von Lukas Dostal brachten der Heimelf noch drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Von Günther Pavlovics

Jakov Josic und seine Siegendorfer kamen gegen Oberpullendorf vorerst einen Schritt zu spät, gewann aber doch noch 2:1

Jakov Josic und seine Siegendorfer kamen gegen Oberpullendorf vorerst einen Schritt zu spät, gewann aber doch noch 2:1

© Günther Pavlovics

Siegendorf - Oberpullendorf 2:1. Ein kurioses Eigentor brachte Siegendorf aus der Abstiegszone. Davor aber musste man eine Drangphase der Oberpullendorfer überstehen. Ruhe und Geduld ist im Siegendorfer Kampf um den Klassenerhalt eine Stärke. Da ließ man sich durch die 0:6-Schlappe in Mattersburg nicht aus der Ruhe bringen. „Das war zwar nur ein Bonusspiel, aber eine inakzeptable Leistung. Aber so wie sich die Spieler gegen Oberpullendorf präsentiert haben, lasse ich ihnen den Ausrutscher durchgehen", sagte Spielertrainer Dominik Wydra. Der lobte vor allem die kämpferische Leistung und die mannschaftsdienliche Einstellung.

Bei Siegendorf wurde Grozurek geschont

Aber Wydra stellte auch um. Robert Marko stand nach seiner Gelbsperre wieder in der Startelf, auch Tamas Bedics nach überstandener Krankheit. Dafür saß Lukas Grozurek nur auf der Bank, weil er leicht angeschlagen war. Für ihn rückte Jakov Josic von der Sechserposition in den Sturm. Dafür kickte Jonas Keinz im Zentrum, als Rechtsverteidiger war wieder Lukas Dostal im Einsatz. Und die Siegendorfer zeigten im Spiel Geduld, denn die Oberpullendorfer begannen schwungvoller. „Sie haben nicht viel zu verlieren, das hat man gemerkt. Bei uns lief es nach dem Gegentor dann besser", sagte Wydra. Siegendorf erzielte zwar ein Tor, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde (12.). Sonst aber brachte man vorne vorerst nicht viel zustande und wirkte hinten nicht ganz konzentriert. So konnten die Siegendorfer nach einem Eckball den Ball nicht klären, der ging erst an die Stange, dann drückte ihn Tobias Blazovich über die Linie (17.).

Ein Eigentor und eine Energieleistung

/
Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1. Dominik Wydra und Kader Bamba

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1. Dominik Wydra und Aleksandar Kracunovic

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1. Moritz Luhn

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Kurioses Eigentor brachte Siegendorf auf den Weg aus der Abstiegszone
Siegendorf - Oberpullendorf 2:1.

© Günther Pavlovics

Siegendorf spielte danach schwungvoll nach vorne, brachte vorerst aber nur wenige Bälle an den Mann. So ging ein schlechter Pass auf Tarik Akbiyik, der Oberpullendorfer Verteidiger spielte ihn aus 40 Metern blind Richtung Tormann zurück, doch der stand nicht in der Ecke, in die der Ball ging. Es war ein ganz patschertes Eigentor im ersten Spiel ohne Trainer Christian Staffler, es stand dessen Co Philipp Moser an der Seitenlinie. In weiterer Folge wurde Siegendorf stärker und zielgerichteter. Die ganz großen Chancen blieben zwar aus, aber dennoch gelang noch vor der Pause das 2:1. Diesmal versuchte Siegendorf den Ball in Richtung Strafraum zu spielen, die Oberpullendorfer konnten die Pässe klären, aber nicht konsequent genug. Der Ball kam zu Lukas Dostal, der als Rechtsverteidiger hoch aufgerückt war, drei Oberpullendorfer ausspielte und am Tormann vorbei zur Führung einschoss. Bei den beiden Gegentoren zeigte sich, warum Oberpullendorf mit nur acht Punkten die schlechteste Mannschaft der Rückrunde ist.

Nach der Pause gab es nur wenige Chancen

Nach Seitenwechsel stellte Wydra um, Josic rückte zurück und stärkte das Zentrum. Oberpullendorf hatte nur noch einen Weitschuss, den Siegendorfs Tormann Jakub Krepelka aber hielt. In der Nachspielzeit kam Siegendorf noch zu Kontermöglichkeiten. Die beste davon vergab der eingewechselte Csanad Kozak, der den Ball am Tormann vorbei schob, aber noch abgelaufen wurde. Trotzdem reichte es für einen Siegendorfer Sieg. Fans und Spieler feierten nach dem Schlusspfiff die wichtigen drei Punkte. Man war endlich der Abstiegszone entflohen. Wydra: „Wir müssen auch damit kämpfen, dass wir zurück gereiht werden. Die direkten Duelle gegen Klingenbach und St. Margarethen haben wir ja gewonnen." Und in Horitschon hat es im Herbst ein 1:1 gegeben, da wartet das direkte Duell in der vorletzten Runde.

Statistik

Siegendorf - Oberpullendorf 2:1 (2:1).

0:1 (17.) Tobias Blazovich, 1:1 (23., Eigentor) Akbiyik, 2:1 (40.) Lukas Dostal.

SR: Wandl, 318.

Siegendorf: Krepelka; Lukas Dostal (69. Andreas Dostal), Bamba, Wydra, Bedics; Keinz; Luhn (55. Grozurek), Marko, Uchida, Shimooka (89. Kozak); Josic.

Oberpullendorf: Koltai; Tobias Blazovich, Akbiyik, Nyirö, Szabo (72. Bauer); Hofer, Raphael Yanitskyi; Frühwirth (89. Brito), Fischer (62. Rainer), Olah; Damasdi.

Reserve: 1:2 (Kabwe; Kovac, Hofer).