Pamas Urgestein verlässt die Bühne

Burgenlandliga

14 Jahre prägte David Pototschnig den SK Pama und seinen Erfolgslauf bis in die Burgenlandliga. Jetzt wurde er beim Spiel gegen Edelserpentin (2:0) ehrenhaft verabschiedet.

Von Christopher Schneeweiß

Pama feiert seine Legende. David Pototschnig wurde bei seinem letzten Match für den SK mit einem Transparent verabschiedet.

Pama feiert seine Legende. David Pototschnig wurde bei seinem letzten Match für den SK mit einem Transparent verabschiedet.

© privat

Es gibt Fußballspiele, die sind wichtiger als das Ergebnis. Das Heimspiel des SK Pama gegen die SPG Edelserpentin war so eines. Zwar gewannen die Pamaner mit 2:0 und fixierten damit den anvisierten Platz für die Qualifikation zum BFV-Cup, im Mittelpunkt stand aber ein Mann: David Pototschnig.

Nach 13 Minuten verließ Pototschnig das Feld

Nach 14 Jahren, 370 Spielen und unzähligen emotionalen Momenten beendete der Kapitän des SK Pama seine aktive Laufbahn. Der 2012 zum Verein gestoßene Defensivspieler prägte eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte entscheidend mit. Zwei Meistertitel (2017 und 2024), der Aufstieg in die Burgenlandliga und die Rolle als erster Pamaner Kapitän in der vierthöchsten Spielklasse. Der Abschied verlief dabei ganz nach den Vorstellungen des Routiniers. Obwohl er sich vor wenigen Wochen eine Muskelverletzung zugezogen hatte, wollte Pototschnig unbedingt noch einmal auflaufen. Die Einsatzzeit war allerdings von Anfang an begrenzt. Exakt nach 13 Minuten – seiner persönlichen Glückszahl – wurde er unter großem Applaus ausgewechselt. „Es war überragend. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können“, sagte Pototschnig nach dem Spiel. Aufgewärmt hatte er sich aufgrund der Verletzung gar nicht, dennoch klappte der Sprung ins kalte Wasser. Er gewann in den ersten Minuten noch mehrere Kopfballduelle und erfüllte seine Aufgabe als Abwehrchef ein letztes Mal. Und das alles ohne Gelbe Karte und somit unüblich für den Recken. Pototschnig schmunzelte: „Meine Mitspieler wollten, dass ich mir Gelb abhole. Aber der Schiedsrichter hat vor dem Match mit mir darüber geredet und das unterbunden.“

Kapitän macht als Sportlicher Leiter weiter

Das Gäste-Team, der Schiedsrichter und die Zuschauer zollten dem langjährigen Kapitän Respekt. Für einen kurzen Moment rückte der Fußball in den Hintergrund und machte Platz für Emotionen. Passend dazu sorgte die Mannschaft mit einem souveränen 2:0-Heimsieg für einen gelungenen Rahmen. Pama kontrollierte die Partie über weite Strecken, ließ kaum Chancen zu und feierte gemeinsam mit seinem scheidenden Führungsspieler einen perfekten Nachmittag.

Ganz verlassen wird Pototschnig den Verein allerdings nicht. Als Sportlicher Leiter bleibt er dem SK Pama erhalten und will seine Erfahrung künftig abseits des Rasens einbringen. Gelegentliche Einsätze in der Reserve schloss er ebenfalls nicht aus.

Damit endet eine außergewöhnliche Spielerkarriere in Grün-Weiß. Oder wie es der SK Pama selbst formulierte: „Kämpfer. Leader. Kapitän.“ Worte, die David Pototschnig in den vergangenen 14 Jahren eindrucksvoll mit Leben gefüllt hat.

Pamas Urgestein verlässt die Bühne

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