SC Oberpullendorf mit nächstem Statement

Burgenlandliga

Attila Dunaveczki ergänzt Oberpullendorfs Trainerteam: der nächste Schritt in Sachen Nachhaltigkeit und Zukunftsstabilität. Indes wandern zwei Leistungsträger ab.

Von Sascha Strodl

Nach kurzer Zeit in Siegendorf heuert Attila Dunaveczki nun in Oberpullendorf an. Als Schnittstelle zwischen Jugend, Reserve und Kampmannschaft soll er eine wichtige Säule im Klub einnehmen.

Nach kurzer Zeit in Siegendorf heuert Attila Dunaveczki nun in Oberpullendorf an. Als Schnittstelle zwischen Jugend, Reserve und Kampmannschaft soll er eine wichtige Säule im Klub einnehmen.

© Martin Ivansich

Auf dem Spielersektor ist es im Fenyös-Stadion (noch) ruhig. Der ausgewählte Pool an potentiellen Neuzugängen veränderte sich auch zu Beginn dieser Woche nicht. Einer von ihnen wird definitiv kommen, so viel steht fest. Wer es wird, allerdings noch nicht.

„Es würde mich stark wundern, wenn es niemand von diesen Kandidaten ist“, verrät SCO-Cheftrainer Christian Staffler und fügt hinzu: „Da müsste schon ein dermaßen interessanter Spieler aufpoppen, dass wir jemand anders dazunehmen.“ Während neue Gesichter also erst in der Theorie beschlossene Sache sind, sind zwei Abgänge fix. In den letzten Wochen war es ein zähes Hin und Her - für alle Parteien. Damit ist jetzt jedenfalls Schluss, denn Rene Sturm und Sebastian Berlakovich schlagen nun endgültig ihre Zelte in Neutal auf. „Sie haben sich bereits verabschiedet und waren auch nicht beim Training anwesend.“

In der Bezirkshauptstadt will man sich aber ohnehin auf das konzentrieren, was kommt und nicht darauf, was hinter einem liegt. Wie das am besten funktioniert? Mit einer Investition in die Zukunft. Die trägt auch einen bestimmten Namen.

Attila Dunaveczki wird den meisten wohl als Spieler ein Begriff sein, kickte unter anderem für Marz und Rohrbach in der II. Liga Mitte, für Kroatisch Minihof und Kroatisch Geresdorf in der 1. Klasse Mitte und rund drei Jahre für Siegendorf, damals in der II. Liga Nord. Bei letzteren gab es im Sommer für Dunaveczki ein kurzes Engagement als Cheftrainer - bereits vor der ersten Runde gegen Eberau trennte sich der ASV vom Ungarn. Beim SCO hat man den 36-Jährigen schon länger am Zettel.

„Gespräche gab es schon länger richtig gute, jetzt sind wir der Meinung, dass es der richtige Schritt ist und wir einen guten Fang mit ihm gemacht haben“, erläutert Staffler, wie es zu der Beorderung Dunaveczkis kam. Der soll nun eben eine ganz zentrale Rolle einnehmen. In Sachen Jugendarbeit und Integration jener Spieler in den Erwachsenenbereich möchte man sich in Oberpullendorf ohnehin ständig weiterentwickeln. Weswegen man in Dunaveczki den richtigen Mann sieht. „Wir haben nur zwei Feldspieler, die vor 2003 geboren sind. Da braucht es ein ganz anderes Training, weil sich die Burschen auch persönlich weiterentwickeln sollen. Attila soll genau diese Schnittstelle sein“, sagt Staffler und weiß, dass Dunaveczki Qualitäten mitbringt, von die der Verein langfrisitg betrachtet profitieren wird. „Er bringt eine gewisse Einstellung zum Individualtraining mit, kann aber auch Trainingsübungen leiten und bringt diese Augen mit, die in jener Hinsicht etwas bewirken können“, freut sich Staffler auf die Zusammenarbeit. Die in Realität deutlich näher ist, als man als Außenstehender meinen könnte.

Verantwortung eines Co-Trainers im konventionellen Sinne bekommt Dunaveczki nämlich nicht. Seine neue Aufgabe sei mit dessen Job gut kompatibel, was ihm ermöglicht, bei nahezu jedem Training und logischerweise bei jedem Spiel auch vor Ort zu sein. „Er wird zudem auch eine Jugendmannschaft betreuen“, verrät Staffler.

Den engsten Kontakt wird es wohl aber zur U15 geben - nicht nur für Dunaveczki. Denn dort kicken die Akteure von morgen - durchaus talentierte Nachwuchsspieler wohlgemerkt. „Wir haben in den letzten zwölf Monaten sechs einheimische Spieler verloren. Umso wichtiger ist die U15 derzeit für uns. Dort sind Spieler drin, die wir relativ bald hochziehen wollen, weil wir in ihnen das Zeug sehen, dass sie in diese Rollen reinwachsen können“, pflegt der Cheftrainer ohnehin schon einen engen Kontakt zu den ältesten rot-weißen Youngsters des SCO.

Ganz weglassen möchte der Übungsleiter Updates hinsichtlich bevorstehender Neuzugänge außerdem nicht. „Es sind einige Spieler beim Trainingsstart im Einsatz. Ich denke, dass wir mit Ende dieser Woche zu 98% alles fixiert haben werden“, lässt sich Staffler entlocken.

Konkret geht es dabei um einen Innenverteidiger und einem oder mehreren Offensivkräften. Details habe man bereits geklärt, man würde sich nun nur anschauen, wer von den Kandidaten die Zusage erhalten soll.