Siegendorf verschenkte zwei Punkte wegen schwerer Eigenfehler
Burgenlandliga
Das Unternehmen Klassenerhalt startete für Siegendorf mit einem 2:2. Die kampfstarken Aufsteiger aus Eberau rückten mit dem Punkt auf den zweiten Tabellenplatz vor.
© Christopher Schneeweiß
Siegendorf - Eberau 2:2. Der Aufsteiger aus dem Landessüden ist normalerweise kein Fanmagnet, dennoch kamen mehr als 400 Zuschauer in den Sportpark von Siegendorf. Da war wohl die Neugierde auf die neuformierte Mannschaft der Siegendorfer groß. Dabei hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Da war in der Startelf nicht viel Neues zu sehen. Mit Dominik Wydra, Lukas Grozurek und Jakov Josic standen drei altbekannte Heimkehrer auf dem Platz, dazu sieben Spieler, die schon im Herbst da waren. Nur Linksverteidiger Tamas Bedics schaffte es als ganz Neuer in die Startelf. Nach Schlusspfiff standen dann noch Dominik Wydra, der Abwehrchef und Spielertrainer, und Jakov Josic, der Mittelfeldorganisator und Co-Spielertrainer, zusammen und diskutierten den Lauf der Dinge an diesem Nachmittag. Die drei Heimkehrer hatten den Siegendorfern einen Punkt gerettet, individuelle Fehler hatten jedoch zwei Punkte gekostet.
Spielertrainer Wydra muss die Fehler abstellen
„Das Remis war unnötig, weil wir uns die zwei Tore selbst geschossen haben", sagte Wydra. „Ich habe schon gemerkt, dass ein paar nicht so frei spielen wie in der Vorbereitung." Zudem verhindere derzeit die Qualität der Plätze einen feineren Fußball. Und hilft so einem Gegner wie Eberau, der den Ball, wenn notwendig, nicht aus dem Spielfeld schoss, sondern drosch. Wydra: „Ich habe den Trainer gefragt, ob das notwendig ist, dass jeder Ball über den Bach oder die Tribüne geht, denn dann müssten wir bald mit einem Volleyball spielen, weil uns die Fußbälle ausgehen."
Eberau verließ sich auf seinen aggressiven Spielstil mit langen Bällen sowie der Hoffnung auf Fehler der Gegner und der Knipserqualität von Mark Mesko. Die Taktik ging schon früh auf. Tormann Jakub Krepelka verschätzte sich, der Ball sprang über ihn, und der 23-jährige Ungar war zur Stelle und erzielte seinen neunten Saisontreffer. Doch die Antwort von Siegendorf ließ nicht lange auf sich warten. Wydra tauchte nach tollem Doppelpass allein vor dem Tormann auf, doch Sebastian Kracher parierte toll. Der Ball kam wieder zu Wydra, der von Stephan Draxler zu Fall gebracht wurde. Josic verwandelte den Elfer sicher (10.). Danach war Siegendorf besser und ging vor der Pause sogar noch in Führung. Robert Marko passte ausgezeichnet in den Lauf von Lukas Grozurek, der eiskalt den Ball am Tormann vorbei ins Netz schob.
Der Aufsteiger schob sich auf Platz zwei vor
Nach Seitenwechsel ließen sich die Siegendorfer immer mehr die Schneid abkaufen, fanden keinen Rhythmus mehr im Spielaufbau. Eberau lauerte weiter auf Fehler. Mit Erfolg. Robert Marko, der den Führungstreffer zuvor mustergültig vorbereitet hatte, stellte sich in der Defensive ganz schlecht an, wollte per Kopf klären. Daraus wurde aber eine Vorlage, die sich Maximilian Mayer nicht entgehen ließ. Aufsteiger Eberau schaffte mit dem Punkt den Sprung auf Platz zwei, während für Siegendorf der eine Punkt keine wirkliche Verbesserung im Abstiegskampf bedeutete. Auch wenn Wydra wegen der Eigenfehler zwei Punkten nachtrauert, sagte er: „Im Abstiegskampf musst du Punkte sammeln."
Eberaus Pressesprecher Gerhard Deutsch analysierte: „Ein wichtiger Punkt für uns, wobei noch mehr drin gewesen wäre. Bitter war der Elfmeter gegen uns, der definitiv keiner war.“
Statistik
Siegendorf - Eberau 2:2 (2:1).
0:1 (6.) Mesko, 1:1 (10., Foulelfer) Josic, 2:1 (42.) Grozurek, 2:2 (60.) Mayer.
SR: Tekeli.- Siegendorf, 420.
Siegendorf: Krepelka; Ruf, Ladanyi, Wydra, Bedics; Uchida, Marko; Cuhadar (61. Iyobosa), Josic, A. Dostal (46. Kabwe); Grozurek.
Eberau: S. Kracher; Stampfel (85. Csikos), Draxler, M. Skerlak, Bardics, Bock (73. Stumpf); Wiesler (62. D. Kracher), Pomper, Hanzl; Mesko, Mayer.
Reserve: 4:2 (Dukai 2, Terdy, Varga; Herics, Mosonyi).