St. Margarethen ließ Neusiedl vom Haken und verspielte den Sieg

Burgenlandliga

St. Margarethen vergab in der Startphase sogar einen Elfer. Neusiedl kämpfte sich zurück ins Spiel und holte das 1:1 mit einem direkt verwandelten Eckball.

Von Günther Pavlovics

Die St. Margarethner streckten sich vergeblich, der Eckball der Neusiedler landete zum Ausgleich im Netz

Die St. Margarethner streckten sich vergeblich, der Eckball der Neusiedler landete zum Ausgleich im Netz

© Günther Pavlovics

St. Margarethen - Neusiedl 1:1. Der Absteiger surft weiter auf der Erfolgswelle, Neusiedl bleibt weiter die einzige Mannschaft, die noch ungeschlagen ist. St. Margarethen hätte nach einer halben Stunde 3:0 führen müssen, ehe ein Kunstschuss von Julian Millner zum Ausgleich ins Netz ging. Neusiedl konnte sich in der Anfangsphase kaum Luft verschaffen. St. Margarethen ging auch früh in Führung, nach einem schönen Zuspiel von Justin Härtel lief Marin Samardzic Linksverteidiger Patrick Sonnleitner auf und davon und traf zum 1:0 (17.). Nur eine Minute später tauchte Ahmed El-Baali allein vor Alexander Mödlhammer auf, scheiterte aber am starken Tormann. Und nach einem Zweikampf zwischen Bennen Mcgirr und Dominik Csomos hatte St. Margarethen sogar die Chance, mit einem Elfer die Führung auszubauen. Ernest Grvala schnappte sich den Ball, verzögerte den Anlauf und schoss schließlich schlecht, Mödlhammer parierte, und Grvala setzte den Nachschuss neben das Tor (23.). „Einen Elfer kann man ja verschießen, aber die Art und Weise stößt mir auf", ärgerte sich Trainer Franz Lederer. Der slowenische Spielmacher ist derzeit weit entfernt von seiner Topform und schnappte zudem auch noch Csomos den Ball weg, der derzeit in Torlaune ist.

Nur drei Minuten später trat Julius Millner zum Eckball an, St. Margarethens Tormann Michael Wenzl stand schlecht, der Wind drehte den Ball an die hintere Stange, von wo er ins Tor prallte. Das versetzte St. Margarethen einen moralischen Rückschlag, die Neusiedler kamen nun immer wieder gefährlich vors Tor. Die beste Chance machte aber Michael Wenzl zunichte, der einen Schuss von Alex Damasdi parierte.

Der Schock ließ erst nach Seitenwechsel langsam nach. „Da haben sie sich auch besser auf uns eingestellt als zum Spielbeginn", meinte Lederer. Neusiedl konnte aber in der Offensive keinen Profit daraus schlagen und musste in der Schlussphase noch um den Punkt zittern. Erst traf Thomas Jusits nach einem Eckball per Kopf die Latte. Danach war Mödlhammer bei einem Freistoß von Csomos noch mit den Fingerspitzen am Ball und lenkte diesen an die Oberkante der Latte. Lederer ärgerte sich über den Spielverlauf: „Das war hausgemacht, wir haben das Momentum aus der Hand gegeben", sagte Lederer. Wie schon in der Woche davor in Kohfidisch, als man nach 90 Minuten 2:0 geführt und auch nur einen Punkt geholt hatte.

St. Margarethen - Neusiedl 1.1 (1:1).

1:0 (17.) Samardzic, 1:1 (26.) Millner.

SR: Leitner, 480.

St. Margarethen: Michael Wenzl; Granabetter (75. Ernst), Jusits, Philipp Wenzl, Fortunits; Härtel; Samardzic (75. Kucher), Grvala (86. Markus Weixelbaum), Mario Wenzl, El-Baali (63. Dörfler); Csomos.

Neusiedl: Mödlhammer; Haider (72. Avdic), Toth, Bockay, Sonnleitner (72. Flamm); Umprecht; Abazi, Mcgirr, Millner (92. Fekete), Moro; Damasdi (83. Frank).

Reserve: 1:0 (Graf).