Siegendorf gegen Klingenbach ist ein Derby mit doppelter Brisanz
Burgenlandliga Vorschau
Am Samstag geht es nicht nur um die fußballerische Vorherrschaft der zwei kroatischen Gemeinden, sondern auch um wichtige Punkte für beide im Kampf um den Klassenerhalt.
Im Herbst gab es in Klingenbach ein Fußball-Feuerwerk mit sechs Treffern, das Derby gegen Siegendorf endete mit einem 3:3
© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS
Siegendorf - Klingenbach; Samstag, 17 Uhr. Am Samstag geht es in Siegendorf im Derby mit Klingenbach nicht nur ums Prestige, sondern auch ums sportliche Überleben in der Burgenlandliga. Abstiegskampf pur ist angesagt im Sportpark. „Deshalb erwarte ich auf den Rängen einiges, und zwar das bestbesuchte Spiel an diesem Wochenende", sagt Dominik Wydra. Der Spielertrainer ist Wiener, der bei Rapid ausgebildet wurde und schon in Deutschland und Polen gespielt hat. „In meiner Karriere habe ich schon einige Derbys gespielt, die deutlich größer waren. Aber ich weiß, dass das Spiel in dieser Region jetzt an Brisanz nicht zu überbieten ist." Im letzten Spiel in Siegendorf war Wydra nicht dabei, da gab es in der Aufstiegssaison vor zwei Jahren ein 2:1. Beim Hinspiel im Herbst 2023 hat der Abwehrchef gegen Klingenbach gespielt und im Grenzstadion 3:2 gewonnen. Punkto Personal könnte sich bei Siegendorf die Situation entspannen. Stefan Dukai, Shoma Shimooka und Christian Iyobosa haben in der Reserve gespielt. Moritz Luhn allerdings ist noch lange nicht fit, bei Tomas Bedics suchen die Ärzte im Krankenhaus den Grund seiner gesundheitlichen Probleme. Jakov Josic könnte als Co-Trainer auch bald wieder den spielenden Part einnehmen.
Klingenbach gewann nur 1978 in Siegendorf
Klingenbach ist der kleine Bruder der beiden kroatischen Gemeinden mit viel Bezug zu Siegendorf. Es hat aber erst elf Derbys gegeben, und an den einzigen Sieg in Siegendorf können sich nur die Veteranen erinnern, der wurde 1978 gefeiert. Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz wurde 1990 geboren und hat zuletzt vor vier Jahren in Siegendorf noch selbst gespielt und dabei 0:4 verloren. Allerdings war der 35-Jährige auch 2021 dabei, als es den letzten Sieg für Klingenbach gab. Am Sonntag war Klemenschitz im Sportpark beim 2:2 der Siegendorfer gegen Bad Sauerbrunn vor Ort. „Das wird nicht einfach werden, sie haben viele gute Fußballer drin", sagte Klemenschitz. „Auf ein paar Spieler musst du aufpassen. Uchida macht auch viel nach vorne, und Wydra hat als Innenverteidiger das 1:1 mit einem großartigen Pass vorbereitet." Punkto Personal ist Ivan Bosnjak weiter verletzt. Antonio Vidovic beginnt diese Woche teilweise mit dem Mannschaftstraining. Klemenschitz: „Aber wir werden nichts riskieren."