Die Veranstaltung „Wein, Zeit & Juwelen“ der Familie Juwelier Zauner lockte zahlreiche Gäste in das Gasthaus Fuchs nach Weppersdorf.
Gymnasiasten galaktisch erfolgreich mit Minisatelliten in Dosengröße
CanSat-Wettbewerb
Das Gymnasium Oberpullendorf stellt den Gesamtsieger des CanSat Austria Wettbewerbs 2026 von der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
Jan Koo, Martin Reichart, Noah Heinrich, Lehrer Paul Sommeregger(1. Reihe),Lehrer Clemens Lang, Helena Moser, Elias Zvonarits, Lehrer Bernd Lang (2. Reihe), David Mittermann, Dilen Mitnyik und Cem Melzer mit der Rakete.
© BRG OP
Der CanSat-Wettbewerb zählt zu den anspruchsvollsten MINT-Projekten für Schüler:innen ab 14 Jahren. Die Aufgabe besteht darin, einen funktionsfähigen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose zu entwickeln, zu bauen und zu testen.
Nach dem Raketenstart müssen die Teams Temperatur und Luftdruck messen, die Daten an eine Bodenstation übertragen und auswerten. Darüber hinaus entwickelt jedes Team eine eigene Sekundärmission. Der Wettbewerb verbindet damit Naturwissenschaft, Technik, Informatik, Teamarbeit und Präsentationskompetenz in besonders praxisnaher Form.
Das Team BioSat aus dem Gymnasium Oberpullendorf mit Noah Heinrich, Jan Koo und Martin Reichart wurde beim Finale des österreichischen CanSat-Wettbewerbs mit dem Hauptpreis „Bestes CanSat-Projekt“ ausgezeichnet und wird Österreich beim ESA-Abschlussevent „Space Engineer for a Day“ am European Space Research and Technology Centre in den Niederlanden vertreten. Das Team befasste sich mit der Entnahme einer biologischen Probe aus der Luft sowie mit der Auswertung in Verbindung mit Umweltdaten. Für diese Verbindung aus wissenschaftlicher Fragestellung, technischer Umsetzung und überzeugender Gesamtleistung wurde BioSat mit dem Gesamtsieg ausgezeichnet.
Zusätzlich erhielt das Team CamSat mit Cem Melzer, Dilen Mitnyik, David Mittermann, Helena Moser und Elias Zvonarits den Preis für die „Beste Öffentlichkeitsarbeit“. Das Team setzte den Schwerpunkt auf Kameratechnik, hochauflösende Videoaufnahmen, Stabilisierung und KI-gestützte Auswertung.
Das Finale des 9. österreichischen CanSat-Wettbewerbs begann mit der technischen Abnahme der Satelliten und der Erteilung der Flugerlaubnis. Die CanSats wurden am Flugplatz Schärding-Suben mit einer Rakete auf rund 500 Meter Höhe gebracht. Tags darauf folgten im Ars Electronica Center in Linz die Abschlusspräsentationen und die Preisverleihung. Insgesamt nahmen 13 Teams mit 51 Schülerinnen und Schülern teil. Vergeben wurden der Hauptpreis für das beste CanSat-Projekt sowie vier Zusatzpreise - gleich zwei davon gingen nach Oberpullendorf.
„Für ein Gymnasium ist es nicht nicht selbstverständlich, dass es bei so einem österreichweiten Wettbewerb ausgezeichnet wird, aber dieser Erfolg ist kein Zufallsprodukt, sondern Resultat der schulautonomen Begabtenförderung durch ein gutes Zusammenspiel zwischen engagierten Lehrer:innen und talentierten Schüler:innen“, betont Direktor Markus Neuhold.
Die Erfolge von BioSat und CamSat zeigen, was schulische Ausbildung am Gymnasium Oberpullendorf leisten kann: fundiertes Arbeiten in Naturwissenschaft, Technik und Informatik, verbunden mit der Fähigkeit, Projekte klar zu strukturieren, im Team umzusetzen und überzeugend zu präsentieren.
Der CanSat des Siegerteams BioSat wird übrigens im Technischen Museum Wien ausgestellt. Damit bleibt der Erfolg des Gymnasiums Oberpullendorf auch über den Wettbewerb hinaus sichtbar.