Brückenbauerin steuert Kulturbetriebe Burgenland

Claudia Priber

Am 1. November 2024 wurde Claudia Priber zur Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenland ernannt. Mit viel Engagement und Herzblut hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die burgenländische Kulturlandschaft zu erhalten und positiv voranzubringen.

Die Lackendorferin Claudia Priber ist seit 1. November 2024 Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenland. Mit großem Enthusiasmus stürzt sie sich in ihre Aufgabe, freut sich auf neue Projekte und darauf, den Burgenländern Kunst als verbindendes Element näherzubringen.

Die Lackendorferin Claudia Priber ist seit 1. November 2024 Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenland. Mit großem Enthusiasmus stürzt sie sich in ihre Aufgabe, freut sich auf neue Projekte und darauf, den Burgenländern Kunst als verbindendes Element näherzubringen.

© Nina Mayer

Grenzen niederreißen, verbindende Brücken bauen, den Burgenländern Kultur in all ihren Facetten als bereicherndes Element näherzubringen und dabei immer den Menschen im Focus zu behalten, das ist ihr Anliegen. Einen unglaublich offenen und sympathischen Eindruck macht die neue Chefin der Kulturbetriebe Burgenland.

Man spürt den frischen Südwind, der durch die Hallen des Kulturzentrums Eisenstadt weht, in dem das Büro der Lackendorferin liegt. Ruhig, im obersten Stockwerk, mit herrlichem Ausblick über Eisenstadt. Der quirligen Blonden ist es fast ein bisserl zu ruhig. Sie liebt das rege Treiben, hält Stillstand in jeder Form für bedenklich. Eine Gesellschaft braucht Weiterentwicklung, die vor allem durch Visionen und Träume ihrer Menschen entstehen.

Visionen hat die studierte Musik-, Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin viele. Neben einem postgraduellen Studium der politischen Kommunikation, zu dem sie unter anderem durch ihre Position als Bezirksgeschäftsführerin der SPÖ Oberpullendorf angeregt wurde, absolvierte sie auch die Prüfung zur staatlich geprüften landwirtschaftlichen Facharbeiterin. Dazu gibt es eine kleine Anekdote.

Burgenländerinnen packen an

Die Eltern des werten Gatten hatten einen landwirtschaftlichen Bio-Betrieb für Obst und Gemüse, den sie dem Sohn und der Schwiegertochter, Claudia Priber, übergeben wollten. Nun ja, wie es im Burgenland so ist, reicht es nicht einfach zu heiraten und den Familiennamen anzunehmen, nein, da macht die landwirtschaftliche Facharbeiterprüfung schon mehr her, quasi als Gütesiegel, um vollends zur Familie zu gehören.

Claudia Priber gefiel's. Naturverbunden war sie schon immer und dem Drang, Dingen auf den Grund zu gehen konnte sie noch nie widerstehen. 2017 wurde die Lackendorferin Vorständin der Abteilung für Bildung, Kultur und Wissenschaft in der burgenländischen Landesregierung. Das erforderte Zeit, weshalb sie für den Hof zwar noch Liebe hatte, nicht aber Zeit.

Nun, als Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Burgenland ist diese sowieso sehr rar gesät, denn viele Projekte stehen an. Holen wir uns kulinarischen Gusto und lassen uns von Teilen des Programms inspirieren.

Wehret den Anfängern!

Die neue Chefin der Kulturbetriebe, Claudia Priber, hat das Herz am rechten Fleck. Soziales Engagement ist ihr wichtig. Unter anderem sieht sie es als ihre Aufgabe, unsere burgenländischen Wurzeln zu pflegen und dafür zu sorgen, dass aus Vergangenheit gelernt wird. In ihre Kompetenz fällt nun auch die Synagoge in Kobersdorf.

Holocaust-Eduction und antisemitische Prävention stehen im Vordergrund der Interessen, Seminare und Symposien, auch für Schulkinder, werden veranstaltet, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man Antisemitismus entgegenwirken und Hass und Hetze Einhalt gebieten kann. Neben dem Gedenken an die Opfer und einem „Nie mehr wieder“-Aufruf will Claudia Priber den Mehrwert kultureller Vielfalt aufzeigen.

Die wichtigste Aufgabe der Kunst sieht Claudia Priber darin, Menschen zu berühren und zu bewegen, ganz gleich, ob es ein unterhaltsames Kabarett ist, in dem Menschen, humorvoll aufbereitet, Szenen des Alltagslebens präsentiert bekommen, Theaterstücke und Ausstellungen, die auch einmal provokativer Art sein dürfen oder Musikgenuss, der je nach Genre zum Mitrocken, Mitsingen oder Dahinschmachten einlädt.

Denn Kunst ist eine der höchsten Formen von Austausch und diesen wird Claudia Priber in jeder Form versuchen zu ermöglichen.