7 Fragen, 7 Antworten: Ewald Tatar hat als Veranstalter noch lange nicht genug. Als DJ geht er jetzt wieder auf Zeitreise - und mit uns schaut er in den Rückspiegel.
Ostern feiern im Burgenland - und richtig genießen!
Darüber spricht das Land
Drei von vier Burgenländerinnen und Burgenländern feiern das Osterfest. Vor allem die Kinder freuen sich auf bunte Eier und Geschenke. Pünktlich zum Fest stellt sich auch das frühlingshaft milde Wetter ein ...
Viel Arbeit für den Osterhasen: Barbara Schlögl versorgt den Markt mit Millionen von bunten Ostereiern.
© Michaela Grabner
Wie die Wirtschaftskammer Burgenland berichtet, feiern laut einer aktuellen Studie der KMU Forschung Austria drei Viertel der Burgenländer das Osterfest, 73 Prozent wollen heuer Geschenke kaufen. Der Handel rechnet mit Ostereinkäufen im Ausmaß von neun Millionen Euro. Pro Person werden rund 55 Euro ausgegeben. Klassische Ostergeschenke sind Süßigkeiten und Schokolade, gefolgt von Ostereiern, Bargeld, Spielwaren, Blumen und Pflanzen.
Die KMU Forschung weiß es genau: Eine Million Schokohasen und zwei Millionen Ostereier werden im Burgenland heuer verschenkt. 93 Prozent der Konsumenten erledigen ihre Ostereinkäufe im regionalen Handel, 17 Prozent bestellen online. Nachhaltig einzukaufen, wird immer wichtiger: Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihnen nachhaltige Produkte wichtig sind. Ein Drittel würde dafür zehn Prozent mehr zahlen, neun Prozent der Befragten sogar um 20 Prozent mehr.
Im Mittelpunkt des Festes steht traditionell das Osterei. Jedes zweite in Österreich verkaufte Osterei kommt dabei von der Firma Schlögl-Ei aus Stoob. „20 Millionen Ostereier kommen heuer wieder aus unserem Haus“, berichtet Chefin Barbara Schlögl. Mit über 50 Prozent Marktanteil ist ihr Unternehmen klarer Marktführer in Österreich.
80 Landwirte liefern die Eier an den mittelburgenländischen Betrieb. Die rohen Eier werden zunächst im Wasserbad wachsweich gekocht und dann mit modernster Technik gefärbt. Eine Besonderheit sind bei Schlögl-Ei die Bio-Ostereier, die ihre natürlichen Farbtöne durch Traubenrester, Paprikaextrakt aus rotem und orangem Paprika und Kurkuma erhalten.
„Ganz hoch im Kurs stehen heuer Perlmutteier mit Fingerprint‑Ostermotiven“, berichtet Barbara Schlögl. Die Eier mit Hasen und Hennen sorgen besonders bei Kindern für Begeisterung. Nach wie vor gefragt seien Eier in Pastellfarben, ebenso wie goldene Eier und goldveredelte Varianten mit Streifen, Punkten oder feinen Akzenten.
„Zu Gold, Schwarz und Perlmutt greifen gerne die Deko-Queens, also all jene, die Ostereier nicht nur zum Verschenken oder Suchen, sondern auch bewusst zur Dekoration von Haus und Festtafel einsetzen“, verrät die Ostereier-Expertin.
Die klassisch einfärbig bunten Eier bleiben Fixstarter, wobei rote Eier mit 20% Verkaufsanteil eine Sonderstellung einnehmen. „Das hat auch historische Gründe: Das rote Ei gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Leben, Freude und Auferstehung“, weiß Barbara Schlögl.
Ostern stellt für sie einen besonderen Höhepunkt dar: Die fordernde Vor‑Osterzeit ist geschafft und so kann Barbara Schlögl das Fest so richtig zelebrieren: „Mit den geweihten Eiern am Ostertisch, dem gutem Weihfleisch (Osterschinken), frisch geriebenem Kren und der selbstgemachten Osterpinze von der Omama“, freut sich die Unternehmerin auf den Ostersonntag.
„Unsere bäuerlichen Betriebe sorgen dafür, dass in der Osterzeit ausreichend frische Eier aus der Region verfügbar sind“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich. Auch wenn die Versorgungslage am heimischen Eiermarkt derzeit angespannt sei, werde es im Burgenland ausreichend Eier zu Ostern geben.
„Immerhin haben wir im Burgenland einen Selbstversorgungsgrad bei Eiern von 154 Prozent“, informiert der burgenländische Landwirtschaftskammer-Präsident. 52 Betriebe mit rund 433.111 Legehennen produzieren jährlich 8.367 Tonnen Eier, das sind 3.000 Tonnen mehr, als im Burgenland verbraucht werden.
Die Eiproduktion sorgt im Burgenland für eine entsprechend hohe Wertschöpfung. Diese liegt bei fast 25 Millionen Euro, das ist knapp ein Drittel der tierischen Erzeugung im Burgenland. Vier von fünf Eiern stammen aus Bodenhaltung, zusätzlich werden Eier in Bio- und Freilandhaltung produziert.
In den vergangenen fünf Jahren legte der Eierkonsum in Österreich um 14 Eier pro Einwohner zu. Mit 250 Eiern pro Kopf und Jahr erreichte der Eierkonsum zuletzt einen Höchststand. „Eier gelten in privaten wie in Gemeinschaftsküchen als unkomplizierte und preiswerte Proteinquelle“, sagt Heinz Schlögl, Obmann der Geflügelwirtschaft Burgenland.
Die Wetterprognose für das Osterwochenende ist vorsichtig optimistisch. Im Burgenland motivieren abwechslungsreiche Veranstaltungen zu einem Frühlingsausflug. So findet in Breitenbrunnab 3. April die Exkursion „Kirscherlebnisführung - zur Kirschblüte“ statt.
Die Stinatzer Kunst des Ostereierkratzens kann man am 4. April ab 14 Uhr im Genussgasthof Krutzler in Heiligenbrunnerlernen. Der Naturschutzökologe Joachim Tajmel führt am selben Tag ab 9.30 Uhr durchs Strembachtal. Treffpunkt ist ebenfalls beim Genussgasthof Krutzler in Heiligenbrunn.
Burg Forchtensteinlädt bis 6. April täglich zu österlichen Entdeckungstouren ein. Noch am 2. und 3. April kann man einen kindgerechten Rundgang durch das Schloss Esterházy in Eisenstadtunternehmen. Um hier die Osternester zu finden, müssen Rätsel gelöst werden.
Schloss Lackenbachist am Ostersonntag, 5. April, Schauplatz einer Eiersuche. Außerdem werden Geschicklichkeitsspiele angeboten, es gibt eine Bastelstube und eine Tombola.
Wie viel Wertschöpfung am Osterfest hängt, das zeigen jährlich die Zahlen der burgenländischen Landwirtschaftskammer: 250 Direktvermarkter werden im Land gezählt, sie produzieren das ganze Jahr über Grundnahrungsmittel und Schmankerln am laufenden Band.
Zu Ostern dreht sich klarerweise alles um Eier, Schinken und Brot. In den rund 30 regionalen Bauernläden gibt's aber auch alles für den täglichen Bedarf sowie überraschende Geschenks-ideen. Davon überzeugten sich Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich und der Obmann der Geflügelwirtschaft im Burgenland, Heinz Schlögl jetzt beim Besuch der „Hof-Box“ in Wiesen, wo die jährliche Oster-Bilanz gezogen wurde.
Zu Regionalität und Qualität kommt noch ein Faktor – die Eigenversorgung mit heimischen Lebensmitteln wie Getreide, Milch, Fleisch oder Eiern ist nachhaltig und krisensicher.
Zu den christlichen Oster-Bräuchen zählt der Emmausgang, der an zwei Jünger erinnert, die am dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu verzweifelt und traurig von Jerusalem in das Dorf Emmaus wanderten. Ein vermeintlich Fremder begegnet ihnen. Sie erkennen in ihm den auferstandenen Jesus.
Einige Pfarren organisieren am Montag, dem 6. April, den Emmausgang.
Pfarre Wiesen: 6.30 bis 7.30 Uhr
Pfarre Marz:6.30 bis 7.30 Uhr
Pfarre Neutal:7.30 Uhr, Treffpunkt Pfarrkirche Neutal, 10 Uhr Heilige Messe, Wallfahrtskirche Neudorf
Pfarre Lockenhaus/Hochstraß: 14.30 Uhr, Treffpunkt Kirche in Hochstraß
Neusiedl / Weiden am See: 7.30 Uhr, Abmarsch Pfarrkirche Weiden, 8 Uhr Stadtpfarrkirche Neusiedl, 10 Uhr Messfeier, Hubertuskapelle in Jois
Pfarre Neudörfl: 10 Uhr, Treffpunkt beim Waldcafé