Im Leinner-Haus in Eisenstadt, wo vor einem Jahrhundert das burgenländische Landesmuseum gegründet wurde, eröffnete eine prominente Runde die Jubiläums-Schau, die sich im Österreichischen Jüdischen Museum fortsetzt. Gegenüber des jetzigen Museums-Standortes, der gerade umfassend saniert wird ...
Sommer der Superlative: Besucher-Rekorde für Bäder und Seen
Darüber spricht das Land
Im Vollbetrieb waren in diesem Sommer die burgenländischen Bäder: Fast überall wurden Besucherrekorde verzeichnet.
Am Podobeach in Podersdorf erwies sich unter anderem die Hüpfburganlage als Besuchermagnet.
© David Pokorny/Podersdorf Tourismus
So wurden beispielsweise am Badesee Forchtenstein 12.300 Eintrittskarten verkauft, was einen absoluten Spitzenwert darstellt. „In der gesamten Vorjahressaison waren es nur 7.000 Eintrittskarten“, informiert die Gemeinde Forchtenstein. Der besucherstärkste Tag am Badesee Forchtenstein war der 28. Juni: Allein an diesem Tag wurden 1.860 Badekarten verkauft.
„Die heurigen Besucherzahlen sind eine große Bestätigung für die Entwicklung unseres Badesees“, sagt Forchtensteins Bürgermeister Rüdiger Knaak. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren in die Attraktivität und Aufenthaltsqualität investiert und will den Badesee als leistbares, familienfreundliches Freizeitangebot für die Bevölkerung und Gäste des Ortes weiterhin pflegen und erhalten.
Ungebrochen ist auch die Anziehungskraft des Neusiedler Sees. 230.000 Besucher wurden beispielsweise im Seebad Podersdorf gezählt. Dass damit kein Rekordwert erzielt wurde, liegt daran, dass die Saison im Seebad bereits im April beginnt und heuer die ersten Wochen im Gegensatz zu 2025 keine Badetemperaturen boten.
Der besucherstärkste Tag in Podersdorfwar der 24. Mai: 5.500 Badegäste wurden an diesem heißen Tag gezählt. Auch an stark frequentierten Tagen musste der Zutritt nicht beschränkt werden: Das 15 Hektar große Gelände am Podobeach bietet ausreichend Platz für Erholungssuchende, Familien und Sportler.
Groß war heuer in Podersdorf auch die Nachfrage nach Saisonkarten: Um 25 Prozent stieg der Verkauf der Jahreskarten, was Rene Lentsch, Geschäftsführer der Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft, eindeutig als Trend einordnet: „Immer mehr Gäste setzen auf die Saisonkarte statt auf Einzeleintritte“, sagt er. „Mit einem Plus von 25 Prozent bestätigt sich, dass Podobeach nicht nur für einen Tagesausflug, sondern für einen ganzen Sommer gewählt wird.“
Auch in Oberwart verzeichnete man eine exzellente Badesaison: Schon bei der ersten Hitzewelle im Juni war der Andrang an der Badekassa groß. „Dazu beigetragen hat unter anderem, dass die Freibäder in Bad Tatzmannsdorf und Großpetersdorf aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen waren“, heißt es in der Stadtgemeinde Oberwart.
Während das Freibad in Bad Tatzmannsdorf wegen Renovierungsarbeiten den ganzen Sommer geschlossen blieb, konnte beim Aqua Qua in Großpetersdorf die erste Etappe der Sanierungsarbeiten Ende Juni abgeschlossen werden.
Und selbst in der danach folgenden kurzen Badesaison kamen mehr Tagesgäste als 2025: In nur zwei Monaten wurden 9.500 Tageskarten verkauft, das sind um 600 mehr als im Vorjahr. „Natürlich freut es uns, dass die Menschen das Angebot des neu sanierten Freibades so zahlreich in Anspruch genommen haben“, sagt dazu der Großpetersdorfer Bürgermeister Harald Kahr.
Doch zurück in die Bezirkshauptstadt Oberwart. An starken Badetagen mit sommerlichen Temperaturen besuchten dort bis zu 1.000 Gäste das Freibad. Insgesamt wurden in dieser Saison 866 Saisonkarten ausgegeben. „Auffällig war das Besucherverhalten während der Hitzewelle Ende Juli, Anfang August mit Temperaturen von rund 40 Grad“, informiert die Stadtgemeinde.
„Viele Badegäste kamen bereits um neun Uhr morgens zum Schwimmen und verließen das Freibad noch vor der größten Mittagshitze. Erst ab etwa 15.30 Uhr füllte sich das Bad wieder, zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die angenehmeren Abendstunden und blieben bis zum Badeschluss um 21 Uhr.“
Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner zeigt sich mit der Saison zufrieden: „Unser Freibad ist für viele Menschen ein Ort der Erholung und Begegnung. Es freut mich, dass so viele Gäste das Angebot genutzt haben. Mein Dank gilt dem gesamten Freibad-Team, das auch an heißen Tagen für einen reibungslosen und sicheren Betrieb sorgte.“
Im Freibad Siegendorf, dessen Beliebtheit bis nach Sopron ausstrahlt, wurden heuer mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Einen Rekord gab es mit 807 Stück bei den verkauften Saisonkarten. Der besucherstärkste Tag war mit 2.618 Personen der 28. Juni. Im August musste das Bad kurzfristig wegen eines technischen Schadens gesperrt werden: Die Elektronik einer Pumpe war wegen Überspannung durchgebrannt.
Im Freibad Güssing wurde mit 17.700 Besuchern ein Rekord verzeichnet, im Vorjahr wurden 16.900 Besucher gezählt. Der besucherstärkste Tag im Freibad Güssing war der 4. August, an diesem Tag zählte man 529 Gäste im Freibad.
Ein Badegäste-Plus von 30 Prozent verzeichnete man im Parkbad Eisenstadt: 29.000 Besucherinnen und Besucher wurden heuer gezählt, im Vorjahr waren es 22.268.
Noch bis zum Dorffest-Wochenende am 13. September läuft die Saison am Neudörfler Badesee. 2025 wurden insgesamt 11.156 Tageseintritte am Badesee gezählt, heuer waren es bis 27. August 11.079 Eintritte. Bei den Saisonkarten gab es einen Anstieg von 606 auf 669.
Besonders stark frequentiert war das Seebad nicht an jenen Tagen, wo das Thermometer an der 40-Grad-Marke kratzte: „Dann blieben die Leute eher zuhause in einer womöglich klimatisierten Wohnung“, berichtet Bürgermeister Dieter Posch.
Im Freibad Neutal strömten am stärksten Tag 1.000 Badegäste zum kühlen Nass. „Wir hatten um 30 bis 35 Prozent mehr Badegäste als im Vorjahr und um 15 Prozent mehr Saisonkarten“, erzählt Amtsleiter Markus Josef. Gut kam heuer der neue Kantinenpächter „Nemo Grill“ mit seinem Speisenangebot an.
Eine Attraktion im Freibad Neutal ist das Nachtbaden, das zuletzt am vergangenen Wochenende stattfand. Bis 23 Uhr lief bei diesem abendlichen Event der Badebetrieb, Kantine und Cocktail Lounge hatten bis zwei Uhr morgens geöffnet. „Die Leute haben das Bad sehr genossen“, freut sich der Amtsleiter. Das Summer-Closing ist für kommenden Samstag geplant.
Am Sonnensee Ritzingwurden heuer knapp 30.000 Gäste gezählt, das ist um knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr. Der besucherstärkste Tag war hier wie auch andernorts der 28. Juni mit 2.445 Badegästen.
Das Freibad Lockenhaus wurde von mehr als 13.000 Besucherinnen und Besuchern frequentiert, das ist ein deutliches Plus von rund 2.000 im Vergleich zum Vorjahr. Hier war der stärkste Tag der 27. Juni: 660 Gäste suchten da Abkühlung. Mit Handysafe, Spinden und neuen Outdoor-Umkleidekabinen konnten die Badegäste heuer in Lockenhaus zusätzlichen Komfort nutzen.
Gut besucht war auch das Erlebnisbad Kaisersdorf. „Vor allem der 5. August war ein starker Tag“, berichtet Amtsleiter Lukas Leitner. Wie jedes Jahr konnten Kinder auch heuer wieder an den Hopsi-Hopper- Schwimmkursen teilnehmen. „Wir sind zufrieden mit der heurigen Saison“, sagt der Amtsleiter.
Und das nicht zuletzt deshalb, weil der Sommer 2026 den Badbetreibern mehr Einnahmen bescherte. Darüber freut sich schließlich jede Gemeinde, die ihrer Bevölkerung ein Schwimmbad zur Verfügung stellt.