Im Leinner-Haus in Eisenstadt, wo vor einem Jahrhundert das burgenländische Landesmuseum gegründet wurde, eröffnete eine prominente Runde die Jubiläums-Schau, die sich im Österreichischen Jüdischen Museum fortsetzt. Gegenüber des jetzigen Museums-Standortes, der gerade umfassend saniert wird ...
Peter Menasse: Publizieren und persönlich plaudern vor Publikum
Ehrenkreuz
Zum „menassetreff“ holt der Publizist und Kulturmanager seit 2015 prominente Gäste zum Gespräch nach Eisenstadt, zuletzt Kammerschauspieler Heinz Marecek. Und vor Kurzem stand Peter Menasse selbst im Mittelpunkt: Im Wiener Künstlerhaus wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.
Peter Menasse bei der Ehrenkreuz-Verleihung in Wien: Vom Bundespräsidenten zuerkannt, von Sektionschefin Theresia Niedermüller überreicht
© BMWKMS/Dorfer
Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst als eine der höchsten Auszeichnungen wurde Peter Menasse für seine vielfältigen Tätigkeiten zuerkannt: Unter anderem hat er den Kunstverein Eisenstadt mitbegründet, in der Medienwelt war er hochaktiv und hat auch mehrere Bücher zum Zeitgeschehen herausgebracht.
Seinen Namen trägt die Reihe „menassetreff“ ganz bewusst und passend: Im Gespräch mit prominenten Gästen schafft es Peter Menasse stets, gesellschaftliche Zusammenhänge, persönliche Anekdoten und Kunstgeschehen ungekünstelt anzusprechen, also einfach zu plaudern - was beim Publikum seit nunmehr elf Jahren ankommt.
In Eisenstadt begrüßt er im Publikums-Saal des ORF-Landesstudios in regelmäßigen Abständen große Persönlichkeiten, unter anderem plauderte Menasse dort bereits mit Polit-Publizist Paul Lendvai, Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder, Sängerin Timna Brauer, der ehemaligen Politikerin Heide Schmidt, Schauspieler Manuel Rubey oder Autor Thomas Brezina. Launig und spannend zeigte sich das Gespräch auch bei der jüngsten Ausgabe im Juli mit Kammerschauspieler Heinz Marecek.
Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wurde nun von Theresia Niedermüller, Sektionschefin im Kultur- und Medien-Ministerium, überreicht; die Laudatio zum Wirken Peter Menasses hielt Autor Fabian Burstein. Dazu gab es Musik: Das Erste Wiener Heimorgelorchester – mit Thomas Pfeffer, Jürgen Plank, Daniel und Florian Wisser – umrahmte den Festakt mit Witz.
Auch unter den Gästen fanden sich einige bekannte Gesichter der heimischen Szene: Unter anderem gratulierten Autor und Cousin Robert Menasse, die Medien-Kollegen Peter Resetarits, Siegmar Schlager und Wolfgang Wagner, die ehemalige Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, Danielle Spera, oder Robert Stachel von „Maschek“.
Der gebürtige Wiener mit enger Beziehung zum Burgenland hat jahrelang als Chefredakteur des Magazins „NU“ über jüdisches Leben heute berichtet, er war 18 Jahre lang Aufsichtsrat und zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender im Wiener Museumsquartier. Darüber hinaus hat Peter Menasse eine Reihe von Büchern herausgegeben und verfasst, zuletzt gemeinsam mit Fabian Burstein den Titel „Generation Delta“ oder mit Wolfgang Wagner zu 100 Jahre Burgenland das Buch „Vom Kommen und Gehen“.
In der Würdigung des Bundesministeriums wird festgehalten: „Als Autor, Publizist, Kulturmanager und Berater setzt er sich seit Jahren für Kultur, Demokratie und gesellschaftlichen Dialog ein. Mit seiner Gesprächsreihe ,menassetreff‘ schuf er eine bedeutende Plattform für den Austausch zwischen Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Medien. Sein Wirken in zahlreichen kulturellen Institutionen steht für Brückenbau, Verständigung und die Stärkung eines offenen, demokratischen Miteinanders.“