30 Jahre nach Willibald Hofer leitet seit September 2026 sein Sohn Jürgen die Geschicke der Marktgemeinde Deutschkreutz. Im Gespräch mit der BVZ blickt das Vater-Sohn-Duo auf damalige und heutige Herausforderungen, veränderte Aufgaben, familiäre Werte und die Zukunft ihres Heimatortes.
Gemeinderat kämpft mit Resolution um Erhalt des Bezirksgerichts
Einstimmig
Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Oberpullendorf hat in seiner Sitzung am 15. Juli einstimmig eine Resolution zum uneingeschränkten Erhalt des Bezirksgerichts Oberpullendorf beschlossen, die nun an die Justizministerin, den Bundeskanzler und den Landeshauptmann ergehen wird.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig eine Resolution für den Erhalt des Bezirksgerichts beschlossen.
© Michaela Grabner
In der Resolution wird festgehalten, dass das Bezirksgericht zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge ist. Es sichere den wohnortnahen Zugang zum Recht – insbesondere für ältere, mobilitätseingeschränkte und sozial benachteiligte Menschen – und sei eine tragende Ankerinstitution der Bezirksstadt.
Die Stadtgemeinde stehe geschlossen hinter dem Bezirksgericht, so Bürgermeister Johann Heisz. „Eine Schließung würde Anwaltskanzleien und Notariate in ihrem Bestand gefährden, Arbeitsplätze kosten, die Innenstadt schwächen und die gesamte Region treffen“, so Heisz weiter.
In der vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Resolution wird auch auf die besondere Situation im Bezirk Oberpullendorf in Hinblick auf die hier beheimateten Volksgruppen verwiesen, deren Zugang zum Recht besonders zu schützen sei. Nach dem Vorbild der für die zweisprachigen Standorte in Kärnten gefundenen Sonderlösung fordert der Gemeinderat daherauch für Oberpullendorf eine standortwahrende Lösung.
Und das nicht zum ersten Mal: Schon im Jahr 2012 drohte dem Bezirksgericht Oberpullendorf die Schließung - auch damals verabschiedete der damalige Gemeinderat - vertreten waren ÖVP, SPÖ und Grüne - einstimmig eine Resolution für den Erhalt an die damalige Bundes- und Landesregierung.
„Ich werde die nun beschlossene Resolution persönlich an die Justizministerin, den Bundeskanzler und den Landeshauptmann übermitteln. Und ich sage klar dazu: Wir werden für dieses Gericht kämpfen – so lange, bis der Standort außer Streit steht”, so BürgermeisterJohann Heisz.