Drei Kandidaten, drei Wege

Endspurt im Wahlkampf

Vor der Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz setzen die Bewerber um den Ortschefsessel Eva Heidenreich, Jürgen Hofer und Manfred Kölly auf unterschiedliche Wege, um die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen.

Von Isabella Kuzmits

Manfred Kölly (LBL), Eva Heidenreich (ÖVP) und Jürgen Hofer (SPÖ).

Manfred Kölly (LBL), Eva Heidenreich (ÖVP) und Jürgen Hofer (SPÖ).

© BVZ/ÖVP/SPÖ

Die Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz steht am 13. September vor der Tür (vorgezogener Wahltag ist bereits der 4. September) und der Wahlkampf biegt auf die Zielgerade ein.

Die drei Kandidaten wählen im Endspurt sehr unterschiedliche Ansätze, um die Gunst der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen.

Eva Heidenreich (ÖVP), die zum ersten Mal für das Bürgermeisteramt kandidiert, setzt voll auf persönlichen Kontakt und die Einbindung der Jugend. „In den letzten Tagen vor der Wahl versuche ich wie bisher, die Menschen im persönlichen Gespräch von mir zu überzeugen“, erklärt sie. So hat sie Erstwähler in ein Lokal eingeladen, um von deren Sorgen zu erfahren, da die Jugend „unsere Zukunft ist und oft einen kritischen aber kreativen Blick hat“.

Neben Hausbesuchen lädt sie alle Bürgerinnen und Bürger am 11. September ab 16 Uhr zu „Leberkas & Drinks am Hauptplatz“ ein.

Ganz auf Stabilität baut Interimsortschef Jürgen Hofer (SPÖ) bei seiner zweiten Bürgermeisterkandidatur. Er will den Menschen weiterhin zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen: „Nach vielen turbulenten Jahren braucht Deutschkreutz vor allem Ruhe, Stabilität und Verlässlichkeit. Genau dafür stehe ich.“

Als Vize- und interimistischer Bürgermeister habe er Verantwortung übernommen und sachlich im Team gearbeitet. Er setzt auf seine Handschlagqualität und will die Gemeinde auch weiterhin Schritt für Schritt mit den Bürgern voranbringen.

Altbürgermeister Manfred Kölly (LBL), der vor seiner siebten Bürgermeisterwahl steht und mit 19 Jahren an der Spitze der Gemeinde längstdienender Ortschef von Deutschkreutz ist, verzichtet auf Last-Minute-Aktionen: „Ich denke, dass das in den letzten Tagen nicht mehr notwendig ist, weil ich einerseits das ganze Jahr über Bürgernähe und Einsatz zeige und sich die Menschen mittlerweile sehr wohl Gedanken darüber gemacht haben, mit welchem Kandidaten sie die Gemeinde mitgestalten können.“

Er betont seine Erreichbarkeit auch abends und samstags für Pendlerinnen und Pendler und möchte die Menschen motivieren, zur Wahl zu gehen. „Auch wenn es nächstes Jahr wieder der Fall sein wird“, so Kölly, der bemängelt dass es keine öffentliche Debatte gegeben hat: „Eine Bürgerversammlung beziehungsweise ein runder Tisch, wo die drei Kandidaten ihre Möglichkeiten präsentieren und der Bevölkerung Rede und Antwort stehen fehlt.“

Öffnungszeiten der Wahllokale:4. September, 17 – 19 Uhr im Gemeindeamt; 13. September, 8 – 14 Uhr, Europaschule.