Haus der Volksgruppen öffnet seine Türen

Eröffnung am 26.9.

Nach Schlüsselübergabe und Probebetrieb wird das Haus der Volksgruppen in Oberwart am 26. September offiziell eröffnet. Auf rund 6.000 Quadratmetern arbeiten erstmals Institutionen der Burgenlandkroaten, der Burgenländischen Ungarn und der Roma unter einem Dach. Mit Festakt und Tag der offenen Tür wird das Großprojekt seiner Bestimmung übergeben.

Von Bertie Unger

Das Haus der Volksgruppen wird am Europäischen Tag der Sprachen, am 26. September, eröffnet.

Das Haus der Volksgruppen wird am Europäischen Tag der Sprachen, am 26. September, eröffnet.

© Bertie Unger

Aus dem ehemaligen Städtischen Internat in der Schulgasse wurde ein neues Zentrum für die Volksgruppen des Burgenlandes. Der Termin für die offizielle Eröffnung des Hauses wurde bewusst gewählt. Der 26. September ist der Europäische Tag der Sprachen und passt damit zu einem Haus, in dem die sprachliche und kulturelle Vielfalt des Burgenlandes einen gemeinsamen Platz bekommen soll. „Die Volksgruppen sind untrennbar mit der Geschichte und der Identität unseres Landes verbunden. Mit dem Haus der Volksgruppen geben wir dieser Vielfalt einen gemeinsamen und weithin sichtbaren Raum“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Vor allem aber schaffen wir einen Ort für Begegnung und Zusammenarbeit - einen Ort für ein Miteinander, das auch von kommenden Generationen gelebt werden soll.“

Auf rund 6.000 Quadratmetern sind erstmals zentrale Institutionen der Burgenlandkroaten, der Burgenländischen Ungarn und der Roma an einem Standort vereint. Eingezogen sind der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein, der Kroatische Kulturverein im Burgenland, Roma-Service, die Roma Volkshochschule Burgenland und die Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn. Auch das mehrsprachige Radio MORA hat hier seinen Platz. Neben den Räumen der Organisationen gibt es Seminar- und Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek und einen Veranstaltungssaal. Dazu kommen Gästezimmer, Starterwohnungen sowie ein Gastronomiebereich mit öffentlich zugänglichem Bistro.

Für das von Doskozil initiierte und von der Landesimmobilien Burgenland umgesetzte Projekt wurde das ehemalige Städtische Internat umfassend saniert und erweitert. Nach den Abbrucharbeiten startete im November 2024 der Bau der Fundamente. Teile der 1976 nach Plänen von Architekt Rudolf Schober fertiggestellten Anlage blieben erhalten. Die drei markanten Türme wurden entkernt, saniert und in das neue Konzept integriert.

„Wir sind die Stadt der Vielfalt, es gibt für dieses Haus keinen besseren Platz als Oberwart“, unterstreicht auch Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner die Bedeutung des Hauses für die Stadt.

Im Anschluss an den Festakt am 26. September steht das Haus von 11 bis 16 Uhr für die Bevölkerung offen. Dabei können die Räumlichkeiten und die dort vertretenen Organisationen kennengelernt werden. Auch die Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH präsentiert als Betreiberin des Beherbergungs- und Küchenbereichs ihr Angebot. „Ich lade alle herzlich ein, das Haus der Volksgruppen kennenzulernen und diesen besonderen Tag gemeinsam mit uns zu feiern“, sagt Hans Peter Doskozil. „Das Haus soll künftig genau das sein, wofür es geschaffen wurde: ein gemeinsamer Ort für die Volksgruppen und für Begegnungen weit darüber hinaus“, so der Landeshauptmann.