Lukas Giefing, Sprecher der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) im Bezirk Mattersburg, besuchte die Forchtensteiner Humanenergetikerin Karina Thrackl und informierte sich über ihr Angebot im Bereich der Humanenergetik.
„Beine parallel, Arme gestreckt“: Golf spielen zwischen Obstbäumen
Ferdinand Kutrowatz
Mit dem Eintritt in die Pension entdeckte Ferdinand Kutrowatz, der ehemalige Geschäftsführer des Rohrbacher Unternehmens Kutro Fenster & Türen, eine neue Leidenschaft für sich: den Golfsport. Auf seinem Grundstück in Rohrbach verbindet er heute zwei große Interessen miteinander – Golf und Gartenarbeit. Zwischen Obstbäumen, Gemüsebeeten und Weinreben entstanden mehrere Abschlagspunkte als kleine Trainingsmöglichkeit für Familie und Freunde.
Die „Nickelbergbande“ beim Golfen im Obstgarten von Ferdinand Kutrowatz (2. v. r.) mit Matthias Michalitsch, Matthias Leitgeb, Franz Winter und Matthias Wildsperger. Fotos: Christian Artner
© Christian Artner
Die Kirschen sind bereits reif, und vieles andere steht gerade in voller oder beginnender Blüte. In seinem Obst- und Gemüsegarten gegenüber dem Reitstall Grafl baut Ferdinand Kutrowatz nicht nur Klassiker wie Äpfel, Birnen, Paradeiser, Paprika, Marillen, Pfirsiche oder Zwetschken an, sondern auch exotischere Früchte wie Kaki oder Feigen wachsen und gedeihen bei ihm prächtig. Alles ist ungespritzt, ganz ohne Chemie, erzählt er. „Was wird, wird. Ich muss nicht davon leben. Das soll auch Hobby bleiben“.
Was beim Betreten des Obst- und Gemüsegartens auch sofort auffällt, ist die große grüne Fläche, die ausschließlich aus Rasen besteht – ein scheinbar ungenütztes Land, auf dem noch viele Obstbäume oder Gemüsestauden wachsen könnten. Sie ist jedoch bewusst leer gehalten. In rund 150 Metern Entfernung weht einsam eine Fahne. Sie kennzeichnet das Loch, das es zu treffen gilt.
Zum Golf fand Ferdinand Kutrowatz zu Beginn seiner Pension. Mit 60 Jahren fing er an zu spielen – und entdeckte schnell die Leidenschaft dafür. „Weil ich sowieso ein bisschen Arbeit gebraucht habe, dachte ich mir zunächst, ich lege mir einen Obst- und Gemüsegarten an.“ Bald darauf kam der Gedanke: Hier ließe sich doch auch hervorragend Golf spielen.
Allein spielt er allerdings selten. Vor allem Familie und Freunde nutzen die Möglichkeit, gemeinsam ein paar Bälle zu schlagen. Seine Kinder und Enkelkinder haben inzwischen Golfkurse absolviert, die notwendig sind, um auf „echten“ Golfplätzen spielen zu dürfen. Hier unterscheidet man zwischen sogenannter Platz- und Turnierreife. In Stegersbach kann beides innerhalb weniger Tage absolviert werden.
Zwei Punkte hebt Kutrowatz hervor, auf die Anfänger sowie selbstverständlich auch fortgeschrittene Spieler achten sollten: „Die richtige Körperhaltung: Beine parallel, ein wenig in die Knie gehen. Und Hände strecken.“ So lässt sich der Schwung sauber durchführen. Er selbst hatte den Dreh schnell raus: „Wie bei jedem Sport, kommt es darauf an, wie viel man übt.“
Ein Hole-in-One ist ihm bislang zwar noch nicht gelungen, weder zuhause noch bei Turnieren, – das sei letztlich auch mehr Glück als Können – doch der Ehrgeiz, es zu schaffen, ist weiterhin da. Viel entscheidender ist allerdings die richtige Annäherung: „Von zehn Schlägen sollte ich sieben, acht zumindest aufs Grün bringen“, sagt er mit einem Lächeln und führt sogleich den Beweis vor. Tatsächlich landen die meisten Bälle in guter Nähe zum Cup, wie das Loch im Fachjargon auch genannt wird.
Vergangene Woche hat Ferdinand Kutrowatz Freunde, die er seit Kindheitstagen kennt, eingeladen, alles gute Tennisspieler, im Golfen haben sie allerdings noch nicht so viel Übung „Wir sind alle Rohrbacher, unten im Ort aufgewachsen – Bahnstraße, Nickelberggasse. Wir sind die Nickelbergbande“, erklären die Gäste und nehmen einen Schluck vom selbst gebrannten Schnaps. Zumindest ein-, zweimal im Jahr vereinbaren alle zusammen ein Treffen.
Für Golf-Interessierte aus Rohrbach hat Ferdinand Kutrowatz eine klare Einladung: „Wenn jemand spielen will, kann man sicher etwas machen. Da habe ich überhaupt nichts dagegen.“