„Eierkratz-Komplott“: Deutscher Sonderpreis für Stinatz-Krimi

FernsehKrimi-Festival

Der im Südburgenland spielende und gedrehte Film „Stinatz Krimi – Eierkratz-Komplott“ ist beim Deutschen FernsehKrimi-Festival 2026 in Wiesbaden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.

Von Birgit Böhm-Ritter

Eierkratz-Komplott. Dreharbeiten in Stinatz mit Thomas Stipsits (Mitte)

Eierkratz-Komplott. Dreharbeiten in Stinatz mit Thomas Stipsits (Mitte)

© Gemeinde

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Stipsits überzeugte die Jury vor allem mit ihrem Humor, dem Ensemble und ihrer regionalen Atmosphäre. Für das Südburgenland bedeutet die Auszeichnung auch Aufmerksamkeit für einen Schauplatz, der im deutschsprachigen Fernsehkrimi selten im Mittelpunkt steht.

Die Jury hob besonders die eigenständige Handschrift des Films hervor. In ihrer Begründung heißt es: „‚Eierkratz-Komplott‘ lädt uns an einen Ort ein, den wir so noch nicht kannten, doch jetzt definitiv nicht mehr missen möchten. Vor allem dank eines ebenso warmherzigen, wie einzigartigen Ensembles haben wir uns von der ersten Minute an verliebt in eine Welt, in der das Ausblasen von Eiern ebenso existenziell ist, wie ein Toter auf der Sonnenbank.“

Auch die filmische Umsetzung fand Anerkennung. Die Jury verwies auf „die einzigartige Kamera, die liebevolle Ausstattung, den überraschenden Schnitt und die pointierte Musik“. All das zeige, „was alles möglich ist, wenn man Humor in das Krimi-Genre Einzug halten lässt“.

Der Film verbindet Kriminalhandlung mit skurrilem Alltagswitz und burgenländischem Lokalkolorit. Gerade diese Mischung prägt auch die „Stinatz Krimis“ von Thomas Stipsits.

Die ORF/ARTE-Produktion spielt im Südburgenland und wurde großteils dort gedreht. Damit rückt die Region erneut als Filmkulisse in den Fokus. Regie führte Daniel Geronimo Prochaska, das Drehbuch schrieben Stefan Hafner und Thomas Weingartner nach dem Roman von Thomas Stipsits.

Neben Stipsits standen unter anderem Erika Deutinger, Linde Prelog, Erika Mottl, Sabrina Reiter, Christoph Krutzler und Clemens Berndorff vor der Kamera. Produziert wurde der Film von Mona Film gemeinsam mit ORF und ARTE. Unterstützt wurde die Produktion durch FISA+, die Austrian Business Agency (ABA), den Fernsehfonds Austria und das Land Burgenland.

Bei seiner Premiere auf ORF 1 am 30. März 2026 erreichte „Eierkratz-Komplott“ laut ORF eine durchschnittliche Reichweite von 1,147 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Der Marktanteil lag bei 39 Prozent in der Altersgruppe ab zwölf Jahren.

Neben „Eierkratz-Komplott“ erhielt auch der Niederösterreich-Landkrimi „Acht“ beim Deutschen FernsehKrimi-Festival mehrere Auszeichnungen, darunter den Hauptpreis. ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz betonte in einer Aussendung die Bedeutung regionaler Stoffe für das Publikum.