In Frankreich protestieren Jugendliche und bestehen auf ihr Recht auf Mitsprache. Im Burgenland achtet SOS Kinderdorf darauf, dass junge Menschen gehört werden.
Familientreffen im Theodor Kery Haus: SPÖ-Zentrale mit neuem Namen
Festakt mit offenen Türen
Ab sofort trägt die Zentrale der SPÖ den Namen Theodor Kery Haus: Die Familie des einstigen Landeshauptmannes war beim Festakt zum neuen Namen stark vertreten, die Partei erinnerte daran, wie das Burgenland unter Kery in die Moderne aufbrach. Nachdem die Namensplakette am Haus angebracht war, traf sich beim Tag der offenen Tür auch die „SPÖ-Familie“.
Die Familie des früheren Landeshauptmannes Theodor Kery stand beim Festakt im Mittelpunkt. Die Landes-SPÖ beging die Umbenennung des Hauses mit offenen Türen.
© Wolfgang Millendorfer
Als die Landesparteizentrale in der Johann-Permayer-Straße in Eisenstadt im Jahr 2008 nach einem Umbau neu eröffnet wurde, bürgerte sich der Name „Rotes Haus“ auch offiziell schnell ein. Und jetzt finden sich alle Organisationen der „SPÖ-Familie“ im Theodor Kery Haus unter einem Dach. Die Namensplakette und eine Gedenktafel für den einstigen Landeshauptmann betonen das schon beim Eingang, ebenso wie „die Verantwortung, die aus der Erinnerung erwächst“, wie beim Festakt gesagt wurde.
© Wolfgang Millendorfer
Eine Mitgliederbefragung hat klar ergeben, dass Theodor Kery der Namensgeber des SPÖ-Hauses sein soll. Die Landesgeschäftsführer Friedrich Radlspäck und Kevin Friedl sowie Landesrat Heinrich Dorner erklärten in ihren Festreden die Gründe, die dafür sprechen: 22 Jahre lang war Theodor Kery Landeshauptmann (von 1966 bis 1987), unter ihm sei das Burgenland aus der Position eines als rückständig betrachteten Agrarlandes „auf die Überholspur“ gebracht worden.
Bei der Würdigung des legendären Politikers gab die SPÖ auch der Familie viel Raum. Mit vielen Angehörigen von Theodor Kery - darunter seine Töchter Klara Simon und Eva Maria Graf sowie Urenkelin Viktoria Lehrner-Fabes - wurde der Festakt begangen.
In einer emotionalen Dankesrede ging die Urenkelin auf den privaten Theodor Kery ein: „Für uns als Familie war er nicht nur Landeshauptmann, sondern vor allem ein Mensch mit großer Herzlichkeit und Disziplin.“ Sie erinnere sich noch an das erste verdiente Taschengeld, erzählte Viktoria Lehrner-Fabesch - für das Bemalen älterer Gartenzwerge beim heimischen Teich. Eine Familien-Anekdote, die zum Schunzeln anregt, aber auch eine Lebenslektion, sagt sie: „Er hat uns gelernt, dass die Dinge etwas wert sind.“
Die Menschen im Burgenland habe Kery in seiner Vision des modernen Landes mitgenommen, sagte Landesrat Heinrich Dorner, der Landeshauptmann Doskozil beim Festakt vertrat. SPÖ-Geschäftsführer Friedrich Radlspäck sprach auch kritische Stimmen an, „Brüche im Lebenslauf“, denen aber auch große Leistungen gegenüberstünden.

© Wolfgang Millendorfer
Zusammen mit Kevin Friedl und dem SPÖ-Team wurde dann beim Tag der offenen Tür zur Begegnung geladen. Bei Pizza, Leberkäse, Kaffee und kühlen Getränken waren befreundete Organisationen und Nebenorganisationen der Partei dabei, ebenso wie Landesrat Leonhard Schneemann, Alt-Landeshauptmann Hans Niessl oder der frühere Landesrat und Landtagspräsident Christian Illedits.