Grenzüberschreitender Waldbrandschutz: Über 100 Feuerwehrleute übten

ForestFire-Übung

Die Feuerwehren aus Neckenmarkt und Ritzing beschäftigten sich in einer gemeinsamen Übung mit Kollegen aus mehreren ungarischen Gemeinden mit den theoretischen und praktischen Vorbereitungen eines koordinierten, gemeinsamen Vorgehens zur Prävention und Bekämpfung von Vegetationsbränden im Ödenburger Gebirge. In Summe waren rund 50 Floriani aus dem Bezirk Oberpullendorf und gut 60 Feuerwehrleute aus Ungarn beteiligt.

Von BVZ Redaktion

Landesrat Heinrich Dorner (3.v.l.) überzeugte sich gemeinsam mit Landeskommandantstellvertreter Harald Nakovich, Abschnittskommandant Markus Wessely, Neckenmarkts Bürgermeister Johannes Igler, Ritzings Bürgermeister Jochen Müllner und Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter Kurt Kappel bei der Übung „ForestFire“ am Kalten Bründl von der engen Abstimmung der Einsatzkräfte beider Länder zur effektiven Bekämpfung von Vegetationsbränden.

Landesrat Heinrich Dorner (3.v.l.) überzeugte sich gemeinsam mit Landeskommandantstellvertreter Harald Nakovich, Abschnittskommandant Markus Wessely, Neckenmarkts Bürgermeister Johannes Igler, Ritzings Bürgermeister Jochen Müllner und Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter Kurt Kappel bei der Übung „ForestFire“ am Kalten Bründl von der engen Abstimmung der Einsatzkräfte beider Länder zur effektiven Bekämpfung von Vegetationsbränden.

© Büro LR Dorner

Die Übung fand am Samstag im Rahmen des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitender Waldbrandschutz im Soproner Gebirge - ForestFire“ statt, das die Optimierung der grenzüberschreitenden Brandschutzkooperation zum Ziel hat.

In zusammenhängenden Waldgebieten, wie es diese in der Region gibt, könnten sich Flammen nämlich leicht über die Landesgrenze ausbreiten. „Waldbrände kennen keine Grenzen. Deshalb ist es wichtig, sich überregional und länderübergreifend gut abzustimmen, um im Bedarfsfall gerüstet zu sein und rasch und effizient die Ausbreitung von Bränden einzudämmen“, so Landesrat, Landesfeuerwehrreferent Heinrich Dorner, der die Übung beim „Kalten Bründl“ in Neckenmarkt direkt an der Grenze zu Ungarn besuchte.

Während der Gelände-Löschübung koordinierten die auf beiden Seiten der Staatsgrenze tätigen Freiwilligen Feuerwehren ihre Einsatzaufgaben auf Basis eines gemeinsam erarbeiteten Aktionsplans. Ziel soll sein, dass auf Basis der fachlichen Auswertungen die Wehren in den Gemeinden am Ödenburger Gebirge künftig in der Lage sind, Waldbrände im Grenzgebiet des Burgenlandes und in Ungarn schnell und effektiv zu bekämpfen

Zu den Aktivitätenim Rahmen des Projekts ForestFire gehören die Organisation gemeinsamer Schulungen und Übungen der Berufs- und Freiwilligenfeuerwehren, die Erstellung von Risikoanalysen sowie die brandschutztechnische Vorbereitung der lokalen Wälder und Infrastrukturen. Darüber hinaus legt das Projekt besonderen Wert auf den Wissensaustausch, die Weitergabe von Best Practices und den Aufbau grenzüberschreitender Kommunikationskanäle. Das Projekt, das im September 2025 gestartet wurde, läuft noch bis März 2027.

Da durch immer länger anhaltende Hitze- und Trockenperioden die Gefahr von Flur- und Waldbränden steigt, haben sich das Land Burgenland und der Burgenländische Landesfeuerwehrverband im Jahr 2023 entschlossen, in jedem Bezirk des Burgenlandes mehrere speziell ausgerüstete Vegetationsbrandbekämpfungs-Einheiten zu installieren. Durch ein Schulungs- und Ausrüstungskonzept wurden rund 60 Feuerwehren zu Stützpunkten zur Vegetationsbrandbekämpfung aufgebaut. „Wir haben seitens des Landes für spezielle Ausrüstung zur Bekämpfung von Vegetationsbränden zusätzliche 425.000 Euro in den Katastrophenschutz investiert. Das Stützpunktkonzept umfasst 40 Feuerwehren zur Vegetationsbrandbekämpfung und 20 Feuerwehren, die ergänzend als Unterstützungseinheiten funktionieren. Es ist wichtig, eine gut funktionierende Feuerwehr im Land zu haben – und das ist bei uns zu 100 Prozent der Fall“, betont Landesrat Dorner.