Bei einem Großbrand in einem Installateurbetrieb in Pama standen seit den frühen Morgenstunden des 3. November zahlreiche Feuerwehren im Einsatz. Eine angrenzende Reihenhaussiedlung wurde evakuiert, verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.
Er liebt Extreme – jetzt wagt der Mönchhofer den Modeljob
Jungbauernkalender 2027
Spektakuläre Sprünge mit dem Fahrrad, Eisschwimmen im Neusiedler See oder Balanceakte auf der Lenkstange gehören für Andreas Huber fast zum Alltag. Nun hat sich der Mönchhofer auf ungewohntes Terrain gewagt: Als einziger Burgenländer steht er für den Jungbauernkalender 2027 vor der Kamera.
Stimmiges Motiv: Andreas Huber arbeitet im Familienbetrieb als Landmaschinenmechaniker.
© Jungbauernkalender/Knefz
Wer Andreas Huber auf Social Media folgt, kennt ihn meist in Bewegung. Mal balanciert er auf der Lenkstange seines Fahrrads und jongliert dabei, mal stürzt er sich im Winter beim Eisschwimmen in das kalte Wasser des Neusiedler Sees oder springt mit seinem Rad über hohe Rampen, um nach einem Salto wieder sicher auf beiden Rädern zu landen. Ende Juni tauschte der Mönchhofer Helm und Fahrrad jedoch gegen eine Kamera – und sammelte als Fotomodel eine ganz neue Erfahrung.
Dass ausgerechnet er einmal für einen Kalender posieren würde, überrascht vieeleicht auf den ersten Blick. Doch Huber wurde als einziger Teilnehmer aus dem Burgenland für den Jungbauernkalender 2027 ausgewählt. Für die mittlerweile 27. Auflage bewarben sich mehr als 400 junge Menschen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Am Ende schafften es 24 Jungbäuerinnen und Jungbauern in den Kalender. Die Fotos entstanden rund um das Thermenresort Loipersdorf in der Steiermark. Welches Bild auf welchem Monatsblatt zu sehen sein wird, bleibt allerdings vorerst noch geheim.
Eine Bewerbung mit Erfolg
Der Anstoß zur Bewerbung kam von einem Bekannten, der selbst bereits Teil des Jungbauernkalenders war. Dessen positive Erfahrungen machten Huber neugierig. Je intensiver er sich mit dem Projekt beschäftigte, desto mehr gefiel ihm dessen Botschaft. „Besonders gut hat mir der Gedanke gefallen, die junge Landwirtschaft modern und selbstbewusst zu repräsentieren. Ich möchte zeigen, dass Landwirtschaft, handwerkliche Arbeit, Sport und ein moderner Lebensstil sehr gut zusammenpassen können“, erzählt Huber.
Der Weg in den Kalender führte zunächst über eine Bewerbung mit persönlichen Informationen und Fotos. Es folgte ein Casting in Graz, bei dem nicht nur das Aussehen, sondern auch das Auftreten vor der Kamera und der Bezug zur Landwirtschaft bewertet wurden. Die Zusage kam schließlich über eine WhatsApp-Gruppe. „Besonders gefreut hat mich natürlich, dass ich als einziger Burgenländer im Kalender vertreten sein werde.“
Dabei hebt sich Huber auch innerhalb der 24 Kalendermodels etwas ab. Während viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt auf landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten, kommt der Mönchhofer aus einem technischen Beruf. Gerade diese Verbindung aus Handwerk, Technik und Landwirtschaft macht für ihn den Reiz seiner Arbeit aus.
Das professionelle Foto-Shooting war Neuland für den 22-Jährigen. „Professionelle Modelerfahrung hatte ich davor nicht“, sagt er. Umso wichtiger sei ihm gewesen, dass das Ergebnis seinen eigenen Ansprüchen entspricht. „Ich habe mich von Anfang an sehr gut mit der Fotografin und dem gesamten Team verstanden. Dadurch konnten wir wirklich gut zusammenarbeiten und verschiedene Ideen ausprobieren. Das Shooting hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und war insgesamt eine richtig coole Erfahrung.“
Landwirtschaft und Technik
Seine Wurzeln liegen im Familienbetrieb. Sein Vater führt die Huber Schmiede & Landmaschinen GmbH in Mönchhof. Dort absolvierte Andreas Huber seine Ausbildung als Metalltechniker, Schlosser und Landmaschinenmechaniker und arbeitet heute weiterhin in der Werkstatt mit. Darüber hinaus erhält er Einblicke in die Werkstatteinteilung und in organisatorische Aufgaben.
Auch wenn er kein klassischer Landwirt ist, arbeitet er täglich eng mit der Landwirtschaft zusammen. Er repariert und wartet jene Maschinen, die auf den Feldern zum Einsatz kommen. Besonders schätzt er diese Verbindung von Technik und Landwirtschaft. „Eines der schönsten Gefühle ist für mich, nach der Arbeit nach Hause zu gehen und zu wissen, dass man mit seiner Tätigkeit zumindest einen kleinen Teil dazu beigetragen hat, dass am Ende Lebensmittel im Supermarkt und bei den Menschen auf dem Tisch landen.“
Auf zwei Rädern in seinem Element
Während er im Berufsalltag vor allem mit Schraubenschlüssel und Schweißgerät arbeitet, schlägt sein Herz in der Freizeit für das Fahrrad. In der Mountainbike- und Streettrial-Szene hat sich Huber längst einen Namen gemacht. Bei dieser Disziplin gilt es, Hindernisse wie Mauern, Geländer oder Bänke möglichst kontrolliert und kreativ zu überwinden. Mittlerweile ist er nebenberuflich selbstständig und organisiert mit „Bike’n Style“ Mountainbike- und Trial-Live-Shows bei Veranstaltungen und Festivals. Außerdem arbeitet er an verschiedenen Foto- und Videoprojekten. Die nächsten Auftritte stehen am 11. und 12. August bei den Sunsetshows in Podersdorf am See auf dem Programm.
Bis zur Präsentation des Jungbauernkalenders am 7. Oktober auf der Wiener Kaiserwiese bleibt allerdings noch eine Frage offen: Welches Kalenderblatt Andreas Huber zieren wird, weiß auch er selbst noch nicht. Sicher ist bereits jetzt, dass der Mönchhofer als einziger Burgenländer und als Techniker unter den Kalendermodels eine etwas andere Perspektive auf die moderne Land- und Forstwirtschaft einbringt.