In Rohrbach an der Teich wurde Mitgebrachtes gemeinsam verspeist.
Internationale Impulse an der HTL Pinkafeld
Fremdsprachenassistent
Seit September verstärkt der aus den USA stammende Fremdsprachenassistent Cobb Brenner den Englischunterricht und bringt dabei nicht nur sprachliche Kompetenz, sondern auch authentische Einblicke in Kultur und Alltag seines Heimatlandes mit. Ein Artikel von Eva Maria Kamper.
Der 22-Jährige Native Speaker stammt ursprünglich aus North Carolina.
© Eva Maria Kamper
Seine ersten Berührungspunkte mit der deutschen Sprache hatte Cobb der Liebe wegen: „Ich habe meine Freundin aus Deutschland kennengelernt, und beim ersten Besuch konnte ich mich nur schwer mit ihren Eltern verständigen.“ Das weckte seinen Ehrgeiz, der ihn in den vergangenen vier Jahren Deutsch in Windeseile lernen ließ. „Eine zweite Sprache zu beherrschen eröffnet sehr viele Möglichkeiten.“
Ursprünglich stammt der 22-Jährige aus North Carolina und hatte schon immer großes Interesse an Europa. „Ich studiere Internationale Sicherheit und europäische Politikwissenschaften“, erklärt er beinahe akzentfrei. Im Rahmen eines internationalen Förderprogramms unterstützt er nun die Englischlehrkräfte im Unterricht an der HTL Pinkafeld.
Ziel eines solchen Programms ist es, die mündliche Sprachkompetenz mittels Native Speaker zu stärken, Hemmschwellen abzubauen und den praxisnahen Einsatz der Fremdsprache zu fördern. Neben korrekter Aussprache und zeitgemäßem Sprachgebrauch stehen auch landeskundliche Themen auf dem Programm. Diskussionen über aktuelle Geschehnisse in den USA oder gesellschaftliche Entwicklungen sorgen für zusätzliche Motivation im Unterricht. „Ich möchte mein Land so gut es geht repräsentieren und auch über mögliche Vorurteile sprechen“, sagt Cobb.
Heimweh kennt er keines: „Pinkafeld ist eine wunderbare Stadt. Die Menschen sind sehr entspannt, ähnlich wie in meiner Heimatstadt Wilson, North Carolina.“ Seine Freizeit verbringt er gerne bei Radtouren oder – im Winter – beim Schneeschuhwandern mit Freunden und Kollegen. „So viel Schnee haben wir zu Hause nicht“, schildert er und schwärmt auch von seiner offenen und unterstützenden Kollegschaft, die ihm die Region näherbringt. Besonders in Erinnerung bleiben wird ihm zudem die österreichische Küche: „Mein Lieblingsessen sind Wiener Schnitzel und Grammelpogatscherl – und österreichisches Bier.“
Schulleitung und Lehrkräfte zeigen sich mit der Unterstützung sehr zufrieden. „Brenner hat sich in kürzester Zeit hervorragend eingelebt und ist nicht nur für den Englischunterricht eine Bereicherung, sondern vermittelt gerade in herausfordernden Zeiten anschaulich das komplexe Gefüge der USA und fördert die transatlantische Verständigung“, so Schulleiter Wilfried Lercher.
Im kommenden Juni endet der Aufenthalt, die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen werden jedoch nachhaltig wirken – sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch beim Gast aus Übersee.