Wenn von Linz bis Schottland der Meistertitel im Raum steht
Fußball (inter)national
Ein Streifzug durch sportliche Ereignisse im nationalen und internationalen Kontext, bei denen Burgenländer mittendrin waren.
Auf Instagram waren die Erfolge von Geburtstagskind Michael Steinwender in Schottland und von Julius Ertlthaler in Polen bestens sichtbar.
Kühbauer hat einen Titel und ist auf Double-Kurs
Österreich. Der LASK feierte am Freitag den ersten Titel seit 61 Jahren. Für Didi Kühbauer war es der zweite Cupsieg nach 2025, damals als Trainer des Wolfsberger AC. Der LASK gewann das Cup-Finale gegen Altach mit 4:2 nach Verlängerung, weshalb die Fans aus dem Häuschen waren. Spieler und Trainer hingegen feierten nur kurz, denn schon am Montag ging es in der Meisterschaft gegen Rapid weiter. 1965 holte der LASK nach dem Cupsieg auch die Meisterschaft. Und auch 2026 sind die Linzer auf Double-Kurs.
„Es war ein Sieg der Mentalität, des Willens und der Leidenschaft“, sagte Kühbauer nach dem 3:1 gegen Rapid. Er war stolz auf seine Spieler, die am Freitag 120 Minuten gespielt hatten und sich am Anfang gegen frischere Rapidler schwer getan hatten. In der Pause erklärte der Burgenländer seinen Spielern dann, wie sie die Wiener doch noch schlagen können. „Wie sie es gemacht haben, war großartig“, sagte der Trainer. Die Qualität seines engeren Kaders ist sehr gut, allerdings lässt er in der Breite nach, weshalb das Gros der Spieler im Meisterschaftsfinale körperlich schon sehr strapaziert ist.
Der LASK hat es in den letzten beiden Runden selbst in der Hand, die Meisterschaft zu holen, liegt zwei Punkte vor Sturm und vier vor Salzburg. Schon am Sonntag kann es gegen Salzburg mit einem Punkt oder einem Sieg so weit sein, wenn Sturm in Hartberg patzt. In der letzten Runde gastieren die Linzer eine Woche später bei der Wiener Austria. Kühbauer ist im Oktober zu den Linzern zurückgekehrt und hat seither nur zwei Spiele verloren - darunter war ein 1:5 gegen Salzburg.
Steinwender ist weiter auf Sensations-Kurs
Schottland. Michael Steinwender spielte am Montag beim 2:1-Sieg von Heart of Midlothian gegen die Glasgow Rangers durch. Damit ist die Mannschaft aus Edinburgh weiter Erster und auf dem besten Weg, den ersten Titel seit 66 Jahren zu holen. 1985 wurde mit Aberdeen die letzte Mannschaft Meister, die nicht aus Glasgow kommt und Celtic oder Rangers heißt. Die Rangers haben nun sieben Punkte Rückstand, Celtic liegt drei Zähler zurück. Es sind noch drei Runden zu spielen, bei Motherwell, in Falkirk und in der letzten Runde bei Celtic.
Ertlthaler durfte den Aufstieg feiern
Polen. Wisla Krakau ist wieder erstklassig. Der Traditionsklub gewann bei Rzseszow 2:1, ist weiter Tabellenführer und kann drei Runden vor Schluss nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze verdrängt werden. Julius Ertlthaler kam nach seiner Gelbsperre wieder zum Einsatz und spielte durch. Auch die drei anderen Österreicher - Darijo Grujic, Ervin Omic und Marko Bozic - kamen zum Einsatz.
Braunöder verlässt nach Abstiegskampf Bari
Italien. So viel ist sicher: Matthias Braunöder bleibt nicht in Bari. Im Kampf gegen den Abstieg aus der Serie B gab es ein 2:0 gegen Entella, der Burgenländer spielte durch. In der letzten Runde reicht ein Punkt sicher für die Relegation. Braunöder kehrt zu seinem Stammklub Como zurück, glaubt aber nicht, dass er dort nächste Saison einen Kaderplatz haben wird.
Trimmel schaffte mit Union den Klassenerhalt
Deutschland. Union Berlin holte mit dem 2:2 gegen Köln einen Punkt und bleibt in der 1. Bundesliga. Der Burgenländer kam in der 58. Minute ins Spiel.