Runde Sache: Jaki Knöbl ist 70
Fußball
Ehre, wem Ehre gebührt: Der Fußball-Lehrer Jakob Knöbl feiert seinen 70. Geburtstag.
Coach Jaki Knöbl mit der Halbturner Jugendmannschaft im Jahr 1979. Neben ihm: Franz Ziniel. Wen erkennen unsere BVZ-Leser denn noch?
© zVg
Aufgewachsen als Wirtshauskind kam Jakob „Jaki“ Knöbl bereits als Kind sehr frühzeitig mit dem Fußballsport in Kontakt. Im elterlichen Gasthaus in Halbturn gingen die Kicker ein und aus, Vater Josef „Pepi“ war nämlich auch Obmann des USV.
Schon als 18-Jähriger betreute er – neben seinem aktiven Einsatz in der Kampfmannschaft – die Kinder- und Jugendmannschaften der Halbturner. Mit 21 Jahren war er der Jüngste aller Österreicher, der die ÖFB-A-Lizenz absolviert hatte.
Als Spielertrainer betreute er Mitte der 80er-Jahre „seine“ Halbturner Mannschaft, die zum Großteil aus Kickern bestand, die er selber ausgebildet hatte.
Für Überraschung sorgte Jaki Ende der 80er-Jahre als er sich vom Halbturner Sportplatz verabschiedete. Familie sowie Hausbau in Gols waren der Grund dafür. Die Altherren-Partie sollte Vorrang haben. „Wir dachten, er hört auf und spielt nur mehr bei den Senioren. Da waren wir doch sehr verwundert, als er dann im Team der RLO-Mannschaft aufgelaufen ist“, erinnert sich Franz „Zif“ Ziniel, der einst als Mitspieler und dann als Trainerkollege Knöbl als „sportlichen Wegbereiter“ – sowohl als Kicker als auch als Coach – bezeichnet.
Bereits Anfang der 80er-Jahre begann „Jaki“ den Standort Neusiedl als BFV-Stützpunkt aufzubauen. FTT, BAZ, LAZ – all diese Einrichtungen für die talentiertesten Youngsters tragen bis heute seine Handschrift. Auch dem Fußballverband blieb sein Engagement und Geschick nicht verborgen. Mit dem BNZ Burgenland (Vorgänger der AKA) wurde Knöbl 1995 Österreich-Meister.
Als Mathematik- und Informatik-Lehrer am Gymnasium Neusiedl revolutionierte er auch das EDV-System im BFV. Excel-Dateien waren vor 40 Jahren noch ein Fremdwort, Knöbl stellte die Meisterschaft sowie Turnierserien auf das Computer-Zeitalter um. Als Pädagoge coachte er zudem stets die Schülerliga-Teams. „Wir haben da sehr schöne Zeiten erlebt“, weiß Kollege Gerhard Gmasz. „Jaki hat immer ein gutes Gespür für die Jugendlichen gehabt. Seine Trainings hatten richtig hohe Qualität.“
Von 2009 bis 2012 war Jaki beim NSC im Einsatz. Mit den Juniors (damals Neusiedl 1b) feierte er tolle Erfolge. „Man hat sich auf ihn immer verlassen können“, meint der damalige Neusiedl-Chefcoach Harald Toth. „Als Jugendtrainer war er federführend, seine Ideen und sein Engagement waren immer von Erfolg geprägt.“ Auch an einen gemeinsamen Urlaub kann sich Toth erinnern: „Da gab es kein Ausrasten. Segeln, Surfen, Volleyball – da stand täglich etwas am Programm.“
In den vergangenen Jahren hat Jaki den Tischtennis-Sport als eines seiner „Liebkinder“ auserkoren, spielt auch Meisterschaft.
Als „Pfundskerl, der alles mit Herzblut angeht und durchzieht“, bezeichnet Ziniel seinen ehemaligen Trainer und Mitspieler. „Er hat mich nicht nur als Kicker, sondern auch als Coach beeinflusst.“
Am Sonntag fand die große Feier zum 70er statt, heute Montag ist die runde Sache „offiziell“
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Auch die Sportredaktion der BVZ – für die er seinerzeit auch als Kolumnist tätig war – schließt sich allen Gratulanten an und wünscht Knöbl vor allem Gesundheit sowie viel persönliche Zufriedenheit, im Sport gespickt mit zahlreichen Siegen.