Ein Garagenbrand hat am Sonntagabend die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mattersburg auf den Plan gerufen. Gegen Abend wurde die Feuerwehr zu dem Brand im Stadtgebiet alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.
Gebürtige Forchtensteinerin eröffnet Stadtheurigen „kosTbar“ in Wien
Gastronomie-Porträt
Die gebürtige Forchtensteinerin Patricia Fass wuchs in Schützen auf und hat nach Stationen auf der ganzen Welt ihren Platz in der Wiener Gastronomie gefunden. Gemeinsam mit ihrem Partner Christian Fortmüller führt sie nun die „kosTbar“ in der Nähe des Naschmarkts.
Forchtenstein, Schützen, London, Brighton, Bali, Singapur, Sri Lanka, Japan, viele mehr und schließlich Wien - Patricia Fass hat die Welt gesehen, jetzt eröffnete sie einen Stadtheurigen, in dem man sich gleich wie zu Hause fühlt.
© BVZ/Kaiser
Man solle sich gleich beim Betreten wie zu Hause fühlen, erklärt Patricia Fass das Design der „kosTbar“, die sie mit ihrem steirischen Lebensgefährten im Dezember in Wien eröffnet hat. Das ist durchaus gelungen, ganz einfach, weil für alle etwas dabei ist: Man betritt einen Bad Radkersburger Bauernladen, landet nach wenigen Schritten in einer modernen Weinbar und biegt dann ab in einen Stadt-Heurigen.
Das Gefühl, nach Hause zu kommen, ist für Patricia auch nichts einfach so Dahingesagtes, dafür ist sie zu weit gereist. Ihr Weg führte die 1988 geborene Forchtensteinerin erst nach Schützen, dann ins Gymnasium Kurzwiese in Eisenstadt und schließlich zur Matura am Pannoneum in Neusiedl am See. Es hatte sich vorerst ausgekellnert und gekocht: „Gastro war zuerst gar nichts für mich“, lacht sie beim BVZ-Gespräch in ihrer eigenen Bar sitzend. Dennoch sei die Ausbildung sehr gut gewesen, betont sie, da sie dort Marketing und Italienisch lernte, einen Jung-Sommelier sowie erste Erfahrungen in der Küche und im Service sammelte.
Und diese Ausbildung erleichtert Entscheidungen wie einen spontanen Umzug nach London, wo sie zuerst erst recht in der Gastronomie landete. Nach Jobs in einem Pub und einem Restaurant folgte ein Tapetenwechsel - ein Studium für Musik und Gesang in Brighton. Immer wieder kehrte sie zeitweise nach Eisenstadt zurück und arbeitete in der Kredenz sowie im Heurigen von F. X. Lehner am Oberberg. An diese Zeit hat sie nur beste Erinnerungen: „Ich kann mich bis heute an die Karte erinnern.“ Die Menschen und die Arbeit in der Küche und im Service blieben ihr positiv im Gedächtnis.
Nach dem Studium zog es Fass nach Asien. In Bali und Singapur widmete sie sich intensiv dem Surfen. „Ich muss aufs Surfbrett“, beschreibt sie ihre damalige Motivation. Sie gründete eine eigene Surfschule und sah sich Südostasien an: „Wenn man alleine reist, lernt man auch extrem viel über sich selber.“
Zurück in Österreich folgten Studien der Musikwissenschaften in Wien und Musikwirtschaft in Kufstein sowie eine Karriere in der Musikbranche bei einem Label in Wien sowie im Bereich Human Resources bei einem Start-up und einer Werbeagentur.
In Wien lernte Patricia Fass schließlich ihren Partner Christian Fortmüller kennen. Gemeinsam realisierten sie Christian Idee für die kosTbar. Das Konzept verbindet einen südoststeirischen Buschenschank mit einer urbanen Weinbar und einer Greißlerei. „Wir holen euch euren Urlaub nach Wien“, lautet das Versprechen des Lokals, das am 13. Dezember eröffnet wurde.
Während Fortmüller seine Wurzeln in Bad Radkersburg hat, bringt Fass das Burgenland in das Lokal ein. So stammt das Brot von der Bäckerei Ringhofer aus Pinkafeld und der Sekt vom Weingut A-Nobis. „Burgenland gehört da her!“, betont die Gastronomin. Alle anderen Produkte wie Fleisch, Käse und Säfte stammen von kleinen Betrieben aus dem Vulkanland (Südoststeiermark), die das Paar persönlich kennt.
Das Lokal bietet Platz für 43 Gäste im Innenraum und verfügt über einen ganzjährigen, mit 20 Plätzen bestückten Schanigarten. „Wir wollten die Gemütlichkeit rüberbringen“, erklärt Fass über das Ambiente. Kulinarisch setzt die kosTbar auf klassische Heurigengerichte wie Brettljausn oder Backhendl-Burger, die modern interpretiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit und Saisonalität. Für die Zukunft sind regelmäßige Winzerabende geplant, bei denen die Kunden die Geschichte hinter den Produkten kennenlernen können. Trotz ihres Lebens in der Großstadt bleibt die Gastronomin ihrer Heimat eng verbunden und schätzt den Besuch bei ihren Eltern unter dem Motto „back to the roots“.