30 Jahre nach Willibald Hofer leitet seit September 2026 sein Sohn Jürgen die Geschicke der Marktgemeinde Deutschkreutz. Im Gespräch mit der BVZ blickt das Vater-Sohn-Duo auf damalige und heutige Herausforderungen, veränderte Aufgaben, familiäre Werte und die Zukunft ihres Heimatortes.
BMV & UDB zeigten in Oberpullendorf, wie richtige Entsorgung geht
Gefahr im Restmüll
Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in Oberpullendorf: Der burgenländische Müllverband (BMV) und der Umweltdienst Burgenland (UDB) gaben spannende Einblicke in die moderne Abfallwirtschaft und warnten eindringlich vor den unsichtbaren Brandgefahren durch falsch entsorgte Akkus und Elektro-Kleingeräte.
Gemeinsam für die richtige Entsorgung. Umweltdienst Burgenland-Geschäftsführer Markus Szelinger, Burgenlands Umweltanwalt Michael Graf, Burgenland Müllverband-Obmann Michael Lampl, Umweltdienst Burgenland-Geschäftsführer Christoph Wagner und Burgenland Müllverband-Geschäftsführer Thomas Schlögl (v.l.) machten beim Tag der offenen Tür in Oberpullendorf auf die Gefahren von falsch entsorgten Akkus und Kleingeräten aufmerksam.
© BVZ_dd
Ein voller Erfolg für den Umweltschutz: Der burgenländische Müllverband (BMV) und der Umweltdienst Burgenland (UDB) öffneten ihre Türen, um der Bevölkerung einen tiefen Einblick in die moderne Abfallwirtschaft zu geben. Neben der klassischen Mülltrennung stand diesmal ein besonders explosives Thema im Mittelpunkt.
BMV-Obmann Michael Lampl betonte die Wichtigkeit der Aufklärung. Die Besucher konnten hautnah miterleben, wie die Abfallentsorgung abläuft, was genau entsorgt wird und wie die anschließende Weiterbehandlung durch BMV und UDB funktioniert. Lampl wies darauf hin, wo im Alltag die größten Fehlerquellen liegen. Seine Kernbotschaft: Wenn richtig entsorgt wird, passiert nichts und das System funktioniert reibungslos zum Vorteil aller.
Für UDB-Geschäftsführer Markus Szelinger hat diese Form der Öffentlichkeitsarbeit einen enormen Stellenwert. Während die Abfallberater bereits großartige Arbeit leisten, brauche es zusätzlich die Medien, um wichtige Botschaften in die Breite zu tragen. Das aktuelle Hauptproblem liegt bei Akkus und Elektro-Kleingeräten. Diese führen in der Praxis immer wieder zu gefährlichen Brandherden – sowohl bei der Sammlung als auch bei der späteren Verwertung. Vielen Menschen ist noch nicht bewusst, welche verheerenden Auswirkungen scheinbare Kleinigkeiten haben können.
Thomas Schlögl, Geschäftsführer des BMV, untermauerte die Problematik mit konkreten Zahlen. Insgesamt sammelt der Konzern jährlich rund 2.840 Tonnen Elektrogeräte. Genau 1.100 Tonnen davon sind Kleingeräte – und exakt diese machen die größten Probleme. Sie landen fälschlicherweise meist im Restmüll, im Altpapier und neuerdings sogar vermehrt im Biomüll.
Der Fokus liegt dabei verstärkt auf Lithium-Batterien, insbesondere auf solchen, die fest in diesen Geräten verbaut und nicht direkt erkennbar sind. Neben den Elektrogeräten sammeln BMV und UDB auf den Gemeinden und Umladestationen jährlich etwa 64 Tonnen Batterien. Davon entfallen knapp 10 Prozent (ca. 5,5 Tonnen) auf hochempfindliche Lithium-Batterien, die aus Sicherheitsgründen separat in Spezialfässern gesammelt werden müssen.