Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft stellte in Mogersdorf zwei Reihenhäuser und zwei Bungalows fertig.
16 Jahre lang mit gefälschtem Führerschein unterwegs
Geldbuße vom Gericht
16 Jahre lang war ein Ungar mit einer Führerscheinfälschung unterwegs. Im April 2026 nahm ihm die Polizei bei einer Kontrolle in Mogersdorf den Ausweis ab.
Der 42-jährige Angeklagte gab zu, dass er den Führerschein unter ungewöhnlichen Umständen erworben hatte.
© BVZ/Kirchmeir
Die Staatsanwaltschaft klagte den 42-jährigen Ungarn, der im Bezirk Jennersdorf arbeitet, wegen Urkundenfälschung an. Am Dienstag, 9. Juni 2026, versuchte er am Landesgericht Eisenstadt zu erklären, wie er zu seinem Führerschein gekommen war.
Bei der Fahrzeug- und Lenkerkontrolle am 16. April hatte der Ungar einen slowakischen Führerschein im Scheckkartenformat und eine slowakische Aufenthaltserlaubnis vorgewiesen. Es handelte sich, wie die Polizisten feststellten, in beiden Fällen um Fälschungen.
„Ich war naiv“, sagte der Angeklagte vor Gericht. 500.000 Forint - umgerechnet rund 1.300 Euro - habe er 2010 bezahlt, um in der Slowakei innerhalb von drei Wochen zu einem Führerschein zu kommen. Zweimal in der Woche habe er in einem Raum Einzelunterricht von einem Ausbildner bekommen.
„Ich freute mich, dass es so schnell ging“, sagte der Angeklagte. Er habe den Führerschein wegen seiner Kinder und für die Arbeit gebraucht.
In seiner Heimat hätte er zwar denselben Betrag bezahlt, aber vier Monate lang Kurse besuchen müssen, um den Führerschein zu erhalten.
„Mir kam es auch komisch vor, dass ich nicht nur den Führerschein bekam, sondern auch die Aufenthaltskarte“, meinte der Ungar weiter.
„Das ist ja total ungewöhnlich, wie das ablief“, stellte die Richterin fest. „Der Gedanke kam mir schon, dass es nicht rechtmäßig ist“, gab der Angeklagte zu.
Mit dem Führerschein sei er seit 2010 unterwegs gewesen. Jetzt habe er sich in einer ungarischen Fahrschule eingeschrieben, um die Lenkerberechtigung korrekt zu erwerben.
Die Richterin wertete die Aussagen des Angeklagten als Verantwortungsübernahme und bot eine Diversion an: Wenn der Ungar 440 Euro Geldbuße bezahlt, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Damit zeigte sich der Mann einverstanden.