Toller Erfolg für das Burgenland: Beim Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker in Bregenz sicherte sich Alexander Giefing vom Lehrbetrieb Förderanlagen-Schlosserei Werfring GmbH in Marz den hervorragenden dritten Platz in der Berufsgruppe Metallbau- und Blechtechnik. Auch die weiteren beiden burgenländischen Teilnehmer überzeugten mit starken Leistungen.
Oberwart: Der Kampf ums Rathaus beginnt
Gemeinderatswahlen 2027
Mit Michael Leitgeb hat die SPÖ ihren Spitzenkandidaten bereits präsentiert. Bei der ÖVP hält Bürgermeister Georg Rosner alle Optionen offen – von einer eigenen Kandidatur bis hin zu einer möglichen Nachfolgerin oder einem Quereinsteiger. Rosner kann sich auch eine Frau und Vertreterin der Volksgruppe der Roma an der Spitze der ÖVP vorstellen.
Im Oberwarter Rathaus werden die Weichen in Richtung Gemeinderatswahlen 2027 gestellt.
© Bertie Unger
Während die SPÖ mit Vizebürgermeister Michael Leitgeb bereits Klarheit geschaffen hat, ist die spannendste Frage vor der Bürgermeisterwahl 2027 noch unbeantwortet: Wer führt die ÖVP ins Rennen? Bürgermeister Georg Rosner will sich noch nicht festlegen. Nach drei Perioden an der Spitze der Stadt schließt er weder eine weitere Kandidatur noch einen Generationenwechsel aus. Eine Entscheidung soll spätestens im Oktober fallen. Gerüchte dass Rosner nicht antritt, bestätigt er nicht.
„Natürlich gibt es Gerüchte. Ich werde nicht jünger, bin nächstes Jahr 65 und habe mich mit mir selbst noch nicht geeinigt“, sagt Georg Rosner. „Es ist aber noch nichts entschieden. Wir sind in der Diskussionsphase und werden bis spätestens Oktober eine Entscheidung fällen“, sagt Oberwarts Stadtchef, der seit 2012 an der Spitze der Bezirkshauptstadt steht.
Die SPÖ hat ihren politischen Startschuss mit der einstimmigen Nominierung von Michael Leitgeb gesetzt und will nach 15 Jahren wieder den Bürgermeister stellen. Die ÖVP steht vor einer Richtungsentscheidung. Neben einer eigenen Kandidatur kann sich Rosner durchaus vorstellen, dass eine Frau die Volkspartei in die Wahl führt. Und dabei fällt Stadträtin Manuela Horvath ganz besonders ins Auge. „Manuela Horvath ist beliebt, sehr volksnah und arbeitet fleißig“, sagt Rosner. Dass Oberwart als Stadt der Vielfalt erstmals von einer Frau und gleichzeitig von einer Vertreterin der Volksgruppe der Roma geführt werden könnte, hält er für vorstellbar, schließt aber einen Quereinsteiger ebenfalls nicht aus. „Oberwart hat rund 8.000 Einwohner. Vielleicht findet sich da jemand, ich war ja auch Quereinsteiger damals. Die Möglichkeit, dass da komplett etwas anderes kommt, gibt es natürlich auch“.
Noch sind es ein Jahr und drei Monate bis zur Wahl, SPÖ Spitzenkandidat Michael Leitgeb will aber schon in den kommenden Monaten mit Hausbesuchen und Bürgergesprächen den direkten Kontakt zur Bevölkerung suchen. „Die einstimmige Nominierung von Michael Leitgeb zeigt, dass die SPÖ Oberwart geschlossen und mit neuer Dynamik in die kommenden Jahre geht. Wir wollen möglichst viele Menschen einladen, sich aktiv einzubringen und die Zukunft unserer Stadt mitzugestalten“, betonen die SPÖ-Stadträte Marc Seper und Christian Dax. Georg Rosner eröffnet mehrere Szenarien für die Zukunft der ÖVP und somit auch für die Zukunft der Stadt. Sie reichen von Kontinuität über einen Generationenwechsel bis hin zu einem politischen Neuanfang. Gerade diese Offenheit macht die Ausgangslage vor der Bürgermeisterwahl 2027 spannend. Manuela Horvath wollte zu einer möglichen Kandidatur kein Statement abgeben.