In Kobersdorf flogen die Federn

Gemeinschaft

Im Evangelischen Gemeindezentrum gab es einen Abend voll Gemeinschaft und Fingerfertigkeit.

Von Elisabeth Tritremmel

Die Teilnehmerinnen und Pfarrer Andreas Binder waren beim Federnschleißen voll bei der Sache. Den Abschluss machte ein „Federnzipf“ mit Gesang, Speis und Trank.

Die Teilnehmerinnen und Pfarrer Andreas Binder waren beim Federnschleißen voll bei der Sache. Den Abschluss machte ein „Federnzipf“ mit Gesang, Speis und Trank.

© Elisabeth Tritremmel

Einen ganz besonderen Abend verbrachte man im Evangelischen Gemeindezentrum. Unter dem Motto „Wenn die Federn fliegen - alte Tradition lebt neu auf“ lud man zum Federnschleißen ein. Beim Federnschleißen werden die weichen Teile der Feder vom Kiel getrennt. Christine Binder begrüßte die vielen Frauen: „Man sieht, dass die alten Traditionen noch gefragt sind.“ Die Idee zum Abend hatten Kuratorin Martina Pauer und Pfarrer Andreas Binder, der ebenfalls zum Federnschleißen gekommen war. „Kuratorin Martina Pauer und ich wollten etwas machen, das die Gemeinschaft fördert und womit man einen netten Abend in der dunklen Jahreszeit verbringen kann. Viele Leute erzählten mir, was das früher für eine schöne Gemeinschaft beim Federn schleißen war - und so hab ich diese Idee in den Raum geworfen, und sie hat sich verselbstständigt“, meinte Binder.

Er las auch einige Geschichten rund ums Federnschleißen vor. „Wenn die anstrengende Arbeit nach dem Dreschen, dem Sauabstechen und dem Keksbacken im Advent bzw. das Saubermachen im ganzen Haus vor Weihnachten vorbei und das Neujahr angebrochen war, hatten die Bäuerinnen und die Mägde die passende Zeit, die über das ganze Jahr - vor allem aber seit dem Martinitag gesammelten und getrockneten Federn zu schleißen“, erzählte er. Beim Abend im Gemeindezentrum wurde auch getratscht und in alten Zeiten geschwelgt.

So erinnerten sich die Teilnehmerinnen, dass man sich zum Federnschleißen traf, um die Aussteuer eines Mädchens mit Polstern und Decken zu vervollständigen. Dann ging es im Nachbarhaus weiter. Verpönt war an diesem Abend zu lautes Lachen oder Niesen - weil die Federn sonst davonstoben. „Die Burschen sind oft hereingekommen und haben gepustet – dann sind sie aber schnell davongelaufen“, erinnerte sich eine Teilnehmerin lachend.

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In Kobersdorf flogen die Federn

© Elisabeth Tritremmel

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