Wer gewinnt die Weltcup-Trophäen? Großes Finale steigt in Rettenbach!
Grasski-Weltcup
Das Schizentrum Rettenbach ist von 6. bis 8. September Schauplatz des diesjährigen Grasski-Weltcupfinales. Einmal mehr steigt am selektiven Hang mit einer durchschnittlichen Neigung von 23,2 Prozent ein prestigeträchtiges internationales Grasski-Event. Acht Weltcup-Kristallkugeln werden vergeben, aus rot-goldener Sicht hat Emma Eberhardt die größten Chancen, eine solche noch zu holen.
Emma Eberhardt hat gute Chancen auf den Slalom-Weltcupsieg.
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Die 18-jährige Bernsteinerin, sie fährt für den SC Bad Tatzmannsdorf, liegt in der überaus spannenden Slalom-Disziplinenwertung aktuell mit 150 Punkten nur zehn Zähler hinter der führenden Tschechin Eliska Rejchrtova. Auch die Niederösterreicherin Lara Teynor (140) sowie die für den SC Rettenbach fahrende Oberdorferin Tina Hetfleisch (120) sind noch voll im Rennen. Im Riesentorlauf liegt Eberhardt als Zweite mit 105 Punkten hinter der Dominatorin in dieser Disziplin, Lara Teynor (180), zurück. Hetfleisch ist mit 90 Zählern aktuell Fünfte.
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Vor allem aber könnte im Gesamtweltcup der Kampf um den Sieg noch mächtig an Brisanz gewinnen, aktuell Führende ist Rejchrtova (440), gefolgt von Teynor, die mit 410 Punkten nur einen Hauch zurück liegt. Eberhardt ist Dritte (316), Hetfleisch ist Fünfte (286).
Gefahren wird bei den Männern und bei den Frauen. Los geht es am Freitag um 15 Uhr mit dem Super-G der Frauen, danach sind die Männer auf demselben Kurs (eventuell werden nur einzelne Passagen verändert) dran. Roland Schlögl vom SC Neudörfl ist hier am Start und wird (so wie Eberhardt und Hetfleisch bei den Frauen) alle drei Disziplinen in Angriff nehmen. Der 15. im Gesamtweltcup geht dabei, was seine beste Position betrifft, als Siebenter in das Riesentorlauf-Finale.
Die besagten Riesentorlaufbewerbe steigen am Samstag (1. Durchgang 11 Uhr/2. Durchgang 15 Uhr), am Sonntag bildet der Slalom (10/12.30 Uhr) den Abschluss des Weltcup-Finalwochendenes.
Renndirektor Michael Stocker: „Regen wäre bis dahin noch einmal gut“
Der für das sportliche Event verantwortliche FIS-Grasski-Renndirektor ist mit Michael Stocker ein alter Bekannter. Schließlich gewann der damals für den SC Neudörfl fahrende Wiener Neustädter in Rettenbach bei der Heim-Weltmeisterschaft 2009 Silber im Slalom (2015 wurde er Weltmeister und Gesamtweltcupsieger). Über die Rennen sagt der 41-Jährige: „Das ist sicher eine der schwierigsten Pisten, in Rettenbach ist zudem auch das Drumherum anders als bei den meisten Grasski-Veranstaltungen.“
Ein Dämmerschoppen am Freitag, ein Schi Wiesen Fest mit Party am Samstag oder ein Frühschoppen am Sonntag bieten auch abseits der sportlichen Bewerbe einiges für die Zuschauer, die für gewöhnlich auch wesentlich zahlreicher als sonstwo zu den Rennen pilgern. Nicht umsonst wird hier liebevoll auch vom „Kitzbühel des Grasskisports“ gesprochen.
Ob Rettenbach rein sportlich nun der schwierigste Hang im Weltcupzirkus sei, wollte Stocker nicht bestätigen. „Das ist relativ, er gehört sicher zu den schwierigsten Hängen. Für mich aber war es beispielsweise in der Schweiz schwieriger.“ Das könnte aber auch daran gelegen haben, dass Stocker im Südburgenland quasi großgeworden ist und schon während der aktiven Karriere hier laufend trainierte. Definitiv gut wäre jedenfalls noch ein Regenguss, andernfalls wäre die trockene Piste sehr ruppig - und für die Athleten somit noch selektiver.
„Direkt beim Rennen sollte es dann nicht wie aus Kübeln regnen, davor darf es aber schon noch einmal irgendwann nass werden,“ stellt Stocker im Vorfeld klar. Eine gute Piste, ein starkes Rahmenprogramm und entsprechend spannende Rennen - das wäre der ideale Mix für ein perfektes Weltcupfinale in Rettenbach, das nach 2007 und 2012 zum dritten Mal in dem idyllischen Ortsteil der Gemeinde Bernstein stattfindet.

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Weitere Stimmen zum Weltcupfinale
Dementsprechend groß ist auch schon die allgemeine Zuversicht. Einige Stimmen:
Sportlandesrat Heinrich Dorner:„Mit dem Grasski-Weltcupfinale konnten wir erneut ein internationales Topevent ins Sportland Burgenland holen. Herzlichen Dank allen, die bei der Organisation mitgeholfen haben. Die Grasski-Rennen in Rettenbach ziehen immer tausende Zuseherinnen und Zuseher an - auch aufgrund des großartigen Rahmenprogramms. Rettenbach als Austragungsort für internationale Grasski-Rennen ist eine großartige Werbung für das Sportland Burgenland. Deshalb ist es für das Land Burgenland wichtig, diesen Sport zu unterstützen und zu fördern.“
Daniel Gschwandtner, Referatsleiter Ski Austria Burgenland/Sparte Grasski: „Nach einer sehr erfolgreichen Junioren-Weltmeisterschaft im letzten Jahr ist es etwas ganz Besonderes, dass in Rettenbach das diesjährige Weltcup-Finale ausgetragen wird. Das Organisationskomitee arbeitet schon jetzt auf Hochtouren, um eine sichere Strecke für die Sportlerinnen und Sportler bereitzustellen. Für die Besucherinnen und Besucher soll das Weltcup-Wochenende ein unvergessliches Erlebnis werden. Es wird garantiert wieder extrem spannende Rennen geben. Unsere Lokalmatadorinnen Tina Hetfleisch und Emma Eberhardt können es kaum erwarten, auf ihrem Heimhang alles zu geben, um das heimische Publikum stolz zu machen.“
Renate Habetler, Bürgermeisterin von Bernstein: „ Dieses Event bringt nicht nur einen spannenden Wettkampf, sondern auch Wertschöpfung und Nachhaltigkeit für unsere Großgemeinde und Betriebe. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Veranstaltern sowie allen Helferinnen und Helfern, die dafür sorgen, dass solche großartigen Veranstaltungen jetzt und auch künftig in Rettenbach stattfinden können und die Region nachhaltig davon profitiert.“
Gottfried Wolfsberger, Referatsleiter Grasski Ski Austria: „Nach der erfolgreichsten Junioren-Weltmeisterschaft im letzten Jahr freut sich das Ski Austria Grasskiteam auf das Finale in Rettenbach. Natürlich hoffen wir, an die guten Leistungen der Junioren-Weltmeisterschaft 2023 anknüpfen zu können und die einzelnen Athleten werden ihr Bestes geben. Es wäre schön, wenn sich Einzelne mit guten Erfolgen im Gesamtweltcup in den Top-Drei platzieren würden. Den Veranstaltern wünschen wir viel Glück bei der Durchführung diese Events. Möge das Finale ein großer Erfolg werden und Beteiligten zufriedenstellen.“
Thomas Auer, Obmann Schizentrum Rettenbach:„Nach der überaus erfolgreichen Junioren-Weltmeisterschaft im Vorjahr war es das Ziel für 2024 genau dort anzuknüpfen und dranzubleiben. Den positiven Impuls konnten wir nicht nur im Bereich der Nachwuchsarbeit nutzen, wo eine motivierte und eifrig trainierende Schülergruppe am Heranwachsen ist. Mit dem Weltcupfinale rücken wir erneut in den Mittelpunk des internationalen Grasski Zirkus und dürfen den Saison-Höhepunkt im Schizentrum Rettenbach austragen. Spannenden Entscheidungen sind also garantiert, ein attraktives Rahmenprogramm sorgt auch abseits davon für beste Unterhaltung.“
Weitere Infos zum Weltcupfinale findet ihr HIER