Neue Hotel-Bar und Lobby verbinden modernes Design, Genuss und Begegnung.
90 Jahre Stein Schwarz groß gefeiert
Handwerk trifft Hightech
Seit 1936 wird bei Stein Schwarz Naturstein in Form gebracht. Vier Generationen später ist aus dem Familienbetrieb ein Unternehmen geworden, das traditionelles Steinmetzhandwerk mit modernster Technik verbindet. Zum 90-jährigen Bestehen wurde am Stammsitz in Moschendorf nicht nur gefeiert, sondern auch der neue Büro-Showroom eröffnet. Einen Standort betreibt das Unternehmen auch in Oberwart.
Das Firmenjubiläum wurde am Wochenende in Moschendorf gefeiert.
© Sara-Lisa Gossy
Als Stein Schwarz 1936 gegründet wurde, war Steinmetzarbeit reine Handarbeit. 90 Jahre später wird am Stammsitz in Moschendorf noch immer Naturstein bearbeitet, die Werkzeuge haben sich allerdings grundlegend verändert. Am Wochenende feierte das Familienunternehmen, das mittlerweile in vierter Generation geführt wird, sein großes Jubiläum und zeigte, wohin die Reise geht. In den vergangenen Jahren wurde kräftig in moderne Technologie investiert, neue CNC-Maschinenbearbeitungszentren haben in den Werkshallen Einzug gehalten. Das traditionelle Steinmetzhandwerk ist deshalb aber keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Die moderne Technik soll die Arbeit erleichtern und neue Möglichkeiten schaffen, das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter:innen aber nicht ersetzen. Dass trotz der Investitionen in Automatisierung kein einziger Arbeitsplatz abgebaut wurde, ist für Geschäftsführer Kurt Schwarz deshalb ein wesentlicher Punkt. „Unsere Mitarbeiter:innen sind das Fundament unseres Erfolgs. Ihre Hände bringen das zum Ausdruck, was Maschinen allein niemals könnten: ein Gefühl für das Material und die Erfahrung, wann ein Stein perfekt bearbeitet ist“, sagt Schwarz.
Ein neuer Showroom zum Jubiläum
Sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung des Unternehmens ist der neue Büro-Showroom am Standort Moschendorf, der im Rahmen der Jubiläumsfeier eingeweiht wurde. Kund:innenen sollen dort Naturstein nicht nur auf Mustertafeln sehen, sondern Materialien unmittelbar erleben und gemeinsam mit den Fachleuten ihre Projekte entwickeln können. Und das Gebäude selbst zeigt, womit das Unternehmen arbeitet. Fast ausschließlich europäischer Naturstein wurde verwendet, ein großer Teil davon stammt aus dem nahe gelegenen Steinbruch in Rechnitz. Der dort gewonnene Metamorphit Chloritschiefer „Pannonia Grün“ findet sich an der Fassade ebenso wie am Empfangspult, an der Bar und in der Außenanlage. Auch beim Bau setzte das Unternehmen vorwiegend auf Partner aus der Region.
Das bisherige Bürogebäude bekommt ebenfalls eine neue Aufgabe und wird künftig unter anderem als Gemeinschafts- und Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter:innen genutzt.
Millionen Jahre alt und trotzdem top aktuell
Dass Naturstein für Stein Schwarz keineswegs nur ein Baustoff mit großer Vergangenheit ist, gehört zur Unternehmensphilosophie. Das natürliche Material ist langlebig und kann über Generationen genutzt werden. Bevorzugt verarbeitet das Unternehmen regionale Gesteinsarten, ergänzt durch ausgewählte Natursteine aus anderen Ländern.
Gleichzeitig wurde in die Energieversorgung investiert. Eine neue Photovoltaikanlage auf der Produktionshalle soll einen Großteil des für die Produktion benötigten Stroms liefern. Gemeinsam mit den neuen CNC-Bearbeitungszentren soll damit präziser, effizienter und ressourcenschonender produziert werden. Für Kurt Schwarz bedeutet das 90-jährige Jubiläum deshalb weniger einen Blick zurück als die Frage, wie ein traditionsreiches Handwerk weiterentwickelt werden kann. „Stein überdauert Generationen – genau wie unser Anspruch an Qualität. In einer Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint, geben wir dem Bleibenden eine Form.“ Und genau darin sieht er auch den Auftrag für die nächsten Jahrzehnte: „90 Jahre Erfahrung bedeuten für uns nicht, nur zurückzublicken, sondern das Handwerk so zu formen, dass es auch in 90 Jahren noch Bestand hat.“
Beim Jubiläumsfest konnten sich die Besucher:innen selbst ein Bild davon machen.
Betriebsführungen und Vorführungen des modernen Maschinenparks zeigten, wie heute gearbeitet wird. Kunst, Kulinarik, Kinderprogramm und Live-Musik machten aus dem Firmenjubiläum auch ein Fest für die Region.