„Oberwart braucht eine attraktive Innenstadt“

Hauptplatz Oberwart

Die Prinz Eugenstraße ist wieder durchgängig passierbar. Die Stadtgemeinde Oberwart hat den zweiten Abschnitt – vom Bahnübergang bis zur Kreuzung mit dem Hauptplatz – abgeschlossen und damit ein weiteres Infrastrukturprojekt im Zentrum umgesetzt. Der Hauptplatz lässt weiter auf sich warten und dabei gibt es einen „Weihnachtswunsch“ ans Land.

Von Bertie Unger

Die Prinz Eugenstraße ist fertig und wieder voll befahrbar.

Die Prinz Eugenstraße ist fertig und wieder voll befahrbar.

© Stadtgemeinde Oberwart

Im Vorjahr wurden Kanal- und Wasserleitungen bereits mittels Inlinertechnik saniert, nun folgte der volle Straßenausbau: ein durchgehender Geh- und Radweg, ein neuer Gehsteig, moderne LED-Beleuchtung und eine vollständig erneuerte Fahrbahn.

Zusätzlich entstanden 49 zentrumsnahe Parkplätze, die künftig bewirtschaftet werden und für Entlastung im Innenstadtbereich sorgen sollen. Insgesamt wurden rund 450.000 Euro investiert. „Mit dem zweiten Abschnitt der Prinz Eugenstraße schließen wir eine Lücke mitten in unserem Zentrum“, betont Bürgermeister Georg Rosner die Bedeutung für das Stadtbild. Die Maßnahme schaffe nicht nur funktionale Verbesserungen, sondern stärkt auch den Bereich rund um den Stadtgarten: „Fußgängerinnen und Radfahrer:innen profitieren von mehr Sicherheit und Komfort und auch unser Stadtgarten erhält mit dieser Maßnahme einen würdigen Rahmen. Was nun fehlt, ist der nächste Schritt: die Gestaltung der Innenstadt“, sagt Georg Rosner.

Hauptplatz als zentrales Anliegen

Der zentrale Platz in Oberwart bleibt unverändert. Doch der Handlungsdruck steigt. 2027 feiert Oberwart sein 700-Jahr-Jubiläum und bis dahin möchte die Stadt die Achse vom Rathaus bis zur Ampel beruhigen und als Mittelpunkt stärken. Ein Ziel, das nur mit dem Hauptplatz gelingen kann. Jetzt wäre es höchste Zeit, auch die Hauptplatzgestaltung endlich anzugehen“, betont Georg Rosner und richtet einen „Weihnachtswunsch“ in Richtung Eisenstadt. „Leider treten wir hier seit Jahren auf der Stelle. Ich appelliere an das Land Burgenland, dieses wichtige Projekt nicht länger zu blockieren Oberwart braucht eine lebendige, attraktive Innenstadt“, betont Oberwarts Bürgermeister.

„Aufgrund der katastrophalen Finanz- und Wirtschaftspolitik der letzten Jahre im Bund – allesamt unter ÖVP-Kanzlern, ÖVP-Finanzministern und ÖVP-Wirtschaftsministern! - die zu Rekordverschuldung, Wirtschaftsflaute und extremer Teuerung geführt haben, ist die Budgetsituation sämtlicher Gebietskörperschaften äußerst angespannt, nicht zuletzt die von Ländern und Gemeinden“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner.

„Trotzdem werden seitens des Landes weiterhin wesentliche Investitionen nach Prioritäten getätigt und die Gemeinden unterstützt. So fließt eine größere Summe in Hochwasserschutzmaßnahmen in Oberwart, das Land bezahlt rund ein Drittel des neuen Bildungscampus, es wird kräftig ins Krankenhaus investiert, das Land unterstützt die Gemeinde Oberwart beim Radwegebau usw.“, heißt es in dem Statement weiter.

„Was die Landesstraßensanierung inklusive Umgestaltung des Hauptplatzes betrifft, ist das Land mit der Gemeinde in Abstimmung“, bekräftigt Landesrat Heinrich Dorner.