Eine zehnköpfige Delegation aus Japan besuchte Anfang November die Joseph Haydn Privathochschule und setzte damit den musikalischen Austausch zwischen dem Burgenland und der Präfektur Shiga fort.
Haydn Konservatorium: Jetzt wird aufgestockt!
Fest zum Baustart
Mit der erfolgreichen Akkreditierung zur Privathochschule beginnt im Joseph Haydn Konservatorium auch der räumliche Umbau, der in wenigen Monaten neue Unterrichtsräume und einen großen Konzertsaal bringt. Ins Wintersemester startet man bereits als Hochschule.
Musikalischer Baustart. Das Konservatorium wird zur Privathochschule.
© Wolfgang Millendorfer
420 Quadratmeter mehr Platz, ein neuer Konzertsaal und ein rundum erneuertes Erscheinungsbild stehen am Ende des Bauvorhabens, mit dem das Joseph Haydn Konservatorium auch nach außen hin sichtbar in die neue Zeit startet. Und das ist nicht übertrieben, denn die Aufbruchsstimmung ist nach der Akkreditierung zur Privathochschule an allen Ecken des Hauses spürbar. Deshalb wurde der Baustart auch zu einem Festakt mit prominenten Gästen, vielen Studierenden und natürlich mit Musik.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gab mit Bildungslandesrätin Daniela Winkler per Kran-Fernbedienung den Startschuss zum 4,5-Millionen-Projekt. Haydnkons-Direktor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Franz Steindl sind mit ihrem Team bereit für die kommenden Monate: Denn der Unterricht geht ebenso weiter, zum Teil wird auf das Haus der Begegnung in Eisenstadt ausgewichen. Und, wie Krammer treffend meint: Wie in der Musik könne man auch bei einem solch großen Bauvorhaben mit einer Mischung aus Komposition und Improvisation glänzen.
© Wolfgang Millendorfer
420 Quadratmeter mehr für 280 Studierende
Auf Schiene ist jedenfalls alles: Unter der Regie der Landesimmobilien Burgenland soll der Umbau bis Februar 2024 abgeschlossen werden. Schon ab 1. Oktober geht das Konservatorium unter neuem Namen „Joseph-Haydn-Privathochschule für Musik Burgenland (JHP)“ in das Wintersemester. Als erste Privathochschule für Musik im Burgenland und zweite dieser Art in ganz Österreich.
Wie berichtet, wurde in den vergangenen Monaten intensiv an der Zulassung gearbeitet. Aus einer Idee auf einem A4-Blatt wurden am Ende mehr als 2.000 Seiten und ein Erfolg, hieß es beim Baustart-Fest. Jetzt werde man auch die räumlichen Voraussetzungen für dir Privat-Uni und ihre 280 Studierenden schaffen, unterstrichen Doskozil und Winkler.
Das bestehende Gebäude wird dazu in Teilbereichen in Holzbauweise aufgestockt. Und damit schaffe man den Umbau „ohne einen Quadratzentimeter an neuer Bodenversiegelung“, wie Geschäftsführer Steindl sagt. Auf einem der Flachdächer wird von der Burgenland-Energie eine Photovoltaik-Anlage errichtet, womit dem Nachhaltigkeits-Gedanken zusätzlich Rechnung getragen wird.
„Der Altbestand wird klimatechnisch und auch akustisch durch den Einbau von Holz- und Dekorböden auf den neuesten Stand gebracht“, gibt Direktor Krammer Einblick in den Bau. Zentraler Bestandteil wird ein neuer 90 Quadratmeter großer Konzertsaal für 60 Besucher; neue Räume für Lehrende und Administration sowie das Büro des burgenländischen Blasmusikverbandes werden ebenfalls integriert.
Zum Beginn des Privathochschul-Betriebes sind 280 Studienplätze geplant; mit Oktober werden 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Privat-Hochschule beschäftigt sein. In den laufenden Betrieb der Privathochschule wird das Land künftig rund sieben Millionen Euro investieren. „Eine nachhaltige Investition in den Studienstandort Burgenland“, wie Landesrätin Winkler betont. „Das oberste Gebot bleibt die Qualität der Ausbildung“, sagen Krammer und Steindl abschließen. Dazu arbeitet man unter anderem mit 17 internationalen Organisationen zusammen. Die Studiengebühren betragen für Studierende aus EU-Ländern 300 Euro, für Studierende aus Nicht-EU-Ländern 730 Euro pro Semester.

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