Krebshilfe und Land rollen mit mobilem Impfbus gegen die HP-Viren
„HPV-Roadshow“
Zum Internationalen HPV-Tag wurde gestern auf die Gefahr Humaner Papillomaviren hingewiesen. Heute, Mittwoch, startete die HPV-Infotour, die von der Krebshilfe Burgenland in Kooperation mit dem Land abgewickelt wird. Zur Information gibt's auch die niederschwellige Möglichkeit zur kostenlosen Impfung
Gemeinsame Initiative. Krebshilfe-Burgenland-Geschäftsführerin Andrea Konrath, die stellvertretende Präsidentin Edmira Bekto, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Krebshilfe-Burgenland-Präsidentin Michaela Klein (v.l.).
© Landesmedienservice
Ziel der Aufklärungsarbeit mit der landesweiten Roadshow und dem mobilen Impfbus ist es, die Impfquote gegen Humane Papillomaviren (HPV) zu steigern. „Die HPV-Impfung ist eine wichtige Maßnahme in der Krebsvorsorge. Der Impfbus der Krebshilfe Burgenland wird junge Menschen niederschwellig erreichen, damit wird ein essentieller Schritt in der Gesundheitsvorsorge gesetzt“, erklärte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Die „HPV-Roadshow“ tourt während des Sommersemesters durch das gesamte Burgenland. Der Ablauf sieht zunächst einen Informationstag an den Schulen vor, gefolgt von einem Impftag zwei Wochen danach. „Mit der HPV-Impfung kann das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, um bis zu 95 Prozent reduziert werden“, betont Michaela Klein von der Krebshilfe Burgenland. „Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Schutzimpfung zu stärken und jungen Menschen den Zugang zur Impfung zu erleichtern.“ Zudem fordert die Organisation einen kostenlosen HPV-Test als zusätzliche Präventionsmaßnahme.
„Gerade in höheren Schulen ist Aufklärung entscheidend. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen auch aktiv die Möglichkeit bieten, sich impfen zu lassen“, sagt Krebshilfe-Burgenland-Geschäftsführerin Andrea Konrath. Obwohl die Heilungschancen bei HPV-bedingten Krebserkrankungen steigen, nimmt die Zahl der Fälle weiterhin zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt das ehrgeizige Ziel, Gebärmutterhalskrebs durch eine hohe Durchimpfungsrate bis 2030 weltweit zu eliminieren. In Österreich sind derzeit etwa 40 Prozent der Kinder bis 15 Jahre geimpft – die WHO empfiehlt jedoch eine Impfquote von 90 Prozent, um einen nachhaltigen Schutz zu gewährleisten.
Kostenlose Impfung bis zum 30. Lebensjahr
HPV ist eine Gruppe von über 200 Virustypen, die durch Haut- und Schleimhautkontakt übertragen werden. Mehr als 80 Prozent der Menschen in Österreich kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus in Kontakt. Das Thema betrifft Frauen und Männer – HPV kann verschiedene Krebsarten verursachen. Die Impfung schützt nicht nur vor einer Erstinfektion, sondern reduziert auch das Risiko weiterer Ansteckungen mit Hochrisiko-HPV-Typen.
„Wir rufen alle Eltern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, diese einmalige Chance zu nutzen und sich gegen HPV impfen zu lassen“, appelliert Edmira Bekto von der Krebshilfe Burgenland. Noch bis Ende 2025 können sich in Österreich alle Personen bis zum 30. Lebensjahr kostenlos gegen HPV impfen lassen.
Seit 2019 läuft bereits ein Pilotprojekt in Kooperation mit der Krebshilfe Burgenland und anderen Stakeholdern betreffend die HPV-Impfung, wonach alle Burgenländerinnen und Burgenländer auch ab Vollendung des 30. Lebensjahres beziehungsweise beziehungsweise nach Ende der kostenfreien Impfung Ende 2025 entsprechend der Empfehlung des aktuellen Österreichischen Impfplanes ohne Altersbegrenzung der HPV-Impfstoff zu einem vergünstigten Preis erhalten können.