BFV nahm Stellung zu Vorwürfen des Fördermissbrauchs

Im Covid-Rückspiegel

Burgenlands Fußballverband soll in Corona-Zeiten - so wie fünf weitere Landesverbände - zu Unrecht die Hand für Förderungen aufgehalten haben. Dieser Vorwurf wurde medial zuletzt erhoben. Seitens des BFV setzt man sich im Zuge einer Klarstellung zur Wehr.

Von Von BVZ Redaktion

BFV nahm Stellung zu Vorwürfen des Fördermissbrauchs

© Fenz

290.446 Euro habe Burgenlands Fußballverband an Corona-Hilfen beantragt und erhalten, fünf weitere Landesverbände (Wien, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg) bezogen ebenfalls Fördergelder. Insgesamt ging es um 1,68 Millionen Euro aus dem NPO Fonds, der für gemeinnützige Organisationen eingerichtet wurde. Die Zahlungen dürften nicht gerechtfertigt gewesen sein, berichtet die Wochenzeitung „Falter“.

Weil die Landesverbände weder Ausfälle durch die Pandemie hatten, noch vor dem Bankrott standen - und dennoch das Steuergeld nahmen. Der „Falter“ berichtet weiters, dass lediglich die Verbände aus Tirol Salzburg und Oberösterreich keine NPO-Fördergelder beantragt hatten.

Nun reagierte der Burgenländische Fußballverband auf die Vorwürfe. Die Klarstellung des BFV im Wortlaut:

„Als Verantwortliche für den offiziellen Fußballsport im Burgenland und unsere Mitglieder war es für uns in der Zeit der Corona-Pandemie eine selbstverständliche Pflicht, sämtliche im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben angebotenen Fördermöglichkeiten sorgfältig zu prüfen. Alles andere wäre nicht nur fahrlässig, sondern würde auch unserer Sorgfaltspflicht als Vertreter einer gemeinnützigen Organisation und deren Mitgliedern widersprechen.

Zum Zeitpunkt der Fördermöglichkeit durch die Bundesregierung war für niemanden Ausmaß und Dauer der pandemiebedingten Einschränkungen absehbar. Die langfristigen Auswirkungen auf die gesellschaftliche und vor allem wirtschaftliche Lage in Österreich waren völlig unklar und sind – wie wir leider täglich aus den Medien erfahren müssen – noch viele Jahre danach spürbar.

Alle eingereichten Anträge – es waren neben dem nachzuweisenden Einnahmenausfall beispielsweise auch Fixkosten förderbar – wurden umfassend und mehrstufig durch externe Wirtschaftsprüfer bzw. Steuerberater und die Förderbank AWS geprüft. Der Austausch mit den Fördereinrichtungen passierte laufend und selbstverständlich in völliger Transparenz, Sorgfalt und Vorsicht. Bedingungen wie der Erhalt von Arbeitsplätzen mussten erfüllt werden, auch waren die Voraussetzungen anders als bei den Förderprogrammen für nicht gemeinnützige Unternehmen. Die hinzugezogenen Wirtschaftsprüfer Steuerberater, Rechnungsprüfer, die für ihre Prüfberichte haften, haben unsere Anträge fundiert bestätigt und freigegeben. Dass die Expertise dieser Funktionäre, Fachleute und Dienstleister angezweifelt wird bzw. mediale Vorwürfe erhoben werden, ist unverständlich. Im BFV liegen dazu alle Unterlagen jederzeit zu einer nochmaligen allfälligen Prüfung auf.

Der BFV hatte jedenfalls in dieser Phase erheblich weniger Einnahmen (z.B. wurden den Mitgliedern Vereins-Beiträge gutgeschrieben) und dagegen aber das BFV-Fördersystem zur Gänze auch in dieser Phase zur Stabilisation für alle Vereine beibehalten (z.B. Nachwuchsförderungen, Sportstättenförderungen, usw.). Man musste zudem einen spürbaren Rückgang an aktiven Spieler:innen, Trainer:innen, Schiedsrichter:innen und Funktionär:innen verzeichnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hatte man auch in digitale Infrastruktur, begleitende Projekte, Rückgewinnungsmaßnahmen, Präventiv- und Sicherheitsvorkehrungen investiert. Diese Initiativen waren entscheidend, um das Vereinsleben in seiner ganzen Vielfalt nachhaltig aufrechtzuerhalten und den organisierten Fußball in der Breite für ein Weiterbestehen zu unterstützen.“