Sediment, also Schlamm, und nicht verwertbares Schilf fallen bei Arbeiten am Neusiedler See an. Forschung Burgenland, Technische Universität Graz und weitere Partner untersuchen, ob daraus Baustoffe und andere Produkte entstehen können. Ein begehbarer „Schilfraum“ in Winden am See zeigt erste Ergebnisse.
Rettung in letzter Sekunde: Föhrenauer aus Neusiedler See gezogen
Im Eis eingebrochen
Zwei aufmerksamen Männern verdankt ein 31-jähriger Föhrenauer sein Leben: Der Mann war Samstagmittag mit der Familie am Neusiedler See unterwegs und mit dem Fahrrad im Eis eingebrochen.
An dieser Stelle brach der Föhrenauer am Neusiedler See ein.
© privat
Der Zwischenfall ereignete sich etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt. „Leider ist der See ja nicht komplett zugefroren und es gibt immer wieder Stellen mit freien Flächen, die kaum zu sehen sind“, erzählt ein Familienmitglied, das sich am Samstag vor Ort befand. Während der Großteil der Gruppe mit Eislaufschuhen unterwegs war, versuchte sich der Föhrenauer mit dem Fahrrad auf dem Eis. Dabei dürfte ihm eine freie und kaum sichtbare Fläche zum Verhängnis geworden sein.
„Da er mit dem Rad natürlich schneller unterwegs war als wir, haben wir die ganze Dramatik erst am Ufer mitbekommen. Als er von zwei Männern auf einer Rodel liegend und blutend hereingebracht wurde.“ Diese schilderten dem Rest der Familie dann den Vorfall - sie hatten sich glücklicherweise in der Nähe befunden, als es zu dem Zwischenfall kam. Mit der Rodel konnten sie den Föhrenauer, der sich bereits unter der Eisfläche befand, schließlich aus dem Wasser bergen. Er war da kaum noch ansprechbar und hatte ein blutendes Cut im Gesicht, das genäht werden musste. Als ihn seine Retter dem medizinischen Personal übergaben, betrug seine Körpertemperatur nur noch 34,5 Grad.
„Hätten ihn die beiden nicht gesehen und so rasch gehandelt, wäre es das wohl gewesen“, ist sich die Familie sicher. Über Facebook gelang es ihr, die Retter ausfindig zu machen, um sich dementsprechend bedanken zu können. Gleichzeitig spricht die Familie eine Warnung aus: „Bitte am Eis extrem aufpassen, es kann wirklich so schnell gehen. Das glaubt man nicht“, hoffen sie mit ihrer Geschichte, die zum Glück ein Happy End hatte, auf die Thematik zu sensibilisieren.