Beim traditionellen Rotweinherbst in Horitschon öffneten 13 renommierte Weingüter ihre Kellertüren.
Einblick in moderne Bildgebung
Im Gespräch
Das MRT punktet mit strahlenfreier und präziser Diagnostik.
MRT-Eisenstadt. Dr. Josef Simon.
© MRT Eisenstadt
BVZ: Welche bildgebenden Verfahren gibt es, um eine genaue Diagnose zu erhalten?
Dr. Josef Simon:Grundsätzlich gibt es das normale, konventionelle Röntgenbild, das wir alle kennen – vorwiegend zur Beurteilung von Knochen – aber auch das Zahnröntgen gehört dazu. Die zweite große Gruppe sind die Schnittbildverfahren, also MR (Kerntomographie) und CT (Computertomographie), bei welchen Schnittbilder durch den Körper produziert werden und so eine genauere Diagnose möglich wird.
Daneben gibt es eine Gruppe von speziellen Untersuchungsmethoden für komplexe Krankheitsbilder, zum Beispiel die Knochenszintigraphie oder oder auch das PET-CT.
BVZ: Welche Risiken sind mit den bildgebenden Verfahren verbunden?
Dr. Josef Simon: Beim Röntgenbild sowie auch bei der Computertomographie (CT) entstehen Bilder durch elektromagnetische, energiereiche Strahlen, von einer Röntgenröhre erzeugt. Das Röntgen ist das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren, im Jahr fallen 1,5 Untersuchungen pro Person an. Zuviel an Strahlung ist gesundheitsschädlich.
Durch die neue Technik wird die Strahlendosis aber immer geringer. Trotzdem gilt: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Die Strahlendosis bei der Computertomographie ist ungleich höher, trotzdem für einige Organuntersuchungen, vor allem der Lunge, unerlässlich und hier die Methode der Wahl; auch hier gilt ein sorgfältiges Abwägen von Nutzen/Risiko.
Die im MR produzierten Bilder des Körperinneren entstehen durch den Aufbau von Magnetfeldern, sind also komplett unschädlich und können auch bei Kindern und Schwangeren problemlos eingesetzt werden. Das MR ist die Untersuchungsmethode der Wahl bei allen Gelenken des Körpers, der Wirbelsäule und hervorragend zur Beurteilung von Kopf, Blutgefäßen und Bauch geeignet.
BVZ: Warum ist es so schwierig, einen Termin bei einem Kassen-MRT in Österreich zu bekommen?
Dr. Josef Simon:Land und Bund bestimmen auf Basis eines Großgeräteplans über die Notwendigkeit von MR-sowie CT-Kassenstellen. Nicht zuletzt aufgrund immer größerer Nachfrage – vor allem nach MR-Untersuchungen aus allen medizinischen Richtungen.
Durch die rasche und präzise Diagnose, ob von Krankenhaus-Ambulanzen oder im niedergelassenen Bereich werden die Wartezeiten oft unerträglich lange. Ich führe seit 7 Jahren das MR-Institut in Eisenstadt, als erster mit Privat-MR im nördlichen Burgenland. Ich wäre also hier erster Anwärter eines Kassen-MR und könnte so weit mehr Kassenpatienten mit einem hochmodernen und kostenfreien MR versorgen.
Ich biete auch Ultraschall – Untersuchungen des Bauches, der Weichteile und Gefäße auf Wahlarzt-Basis an, mit überschaubaren Wartezeiten von maximal einigen Tagen.