Gemeinderat Pinkafeld beschließt neue Bebauungsrichtlinien
Infrastruktur
Wer in Pinkafeld künftig bauen, sanieren oder investieren will, soll klarere Rahmenbedingungen vorfinden. Der Gemeinderat hat neue Bebauungsrichtlinien beschlossen, die im Herbst in Kraft treten sollen.
Die neuen Bebauungsrichtlinien wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.
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Ziel der neuen Richtlinien ist es, die Stadtentwicklung besser zu steuern, den Umstieg auf erneuerbare Energie zu erleichtern und gleichzeitig sorgsamer mit Boden umzugehen. Ausgearbeitet wurden die neuen Vorgaben gemeinsam mit Fachleuten, im zuständigen Ausschuss beraten und mit dem Land Burgenland abgestimmt.
SPÖ-Vizebürgermeister Adrian Kubat sieht darin einen wichtigen Schritt für die Stadtentwicklung. „Wir können nicht über moderne Stadtentwicklung reden und dann bei alten Regeln stehen bleiben“, sagt Kubat.
Nachhaltige Stadtplanung: Mehr Verdichtung und Grünflächen
Ein zentraler Punkt der neuen Richtlinien ist die stärkere Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungsräume. Dort, wo Infrastruktur bereits vorhanden ist, soll Entwicklung leichter möglich sein. Gleichzeitig sollen Grünraummaßnahmen stärker berücksichtigt und zusätzliche Bodenversiegelung reduziert werden. Auch Investitionen in erneuerbare Energie sollen einfacher umsetzbar werden.
ÖVP-Vizebürgermeisterin Carina Laschober-Luif verweist vor allem auf mehr Klarheit bei künftigen Bauverfahren. „Gerade bei Fragen wie Gebäudehöhe, Baulinien, Bebauungsweise und baulicher Ausnutzung müssen die Rahmenbedingungen nachvollziehbar sein – für Bauwerber ebenso wie für Anrainerinnen und Anrainer“, erklärt Laschober-Luif.
Wichtig ist es, keine pauschale Lösung zu schaffen, sondern die unterschiedlichen Bereiche Pinkafelds differenziert zu betrachten – von Wohngebieten bis zu Betriebszonen und Bildungsstandorten.
Für die Bevölkerung sollen die neuen Richtlinien vor allem mehr Planungssicherheit bringen. Die Stadt will damit künftig geordnete Entwicklung ermöglichen, ohne ständig neue Flächen am Ortsrand zu verbrauchen.