Das traditionsreiche Einrichtungsunternehmen präsentiert noch bis morgen Samstag aktuelle Wohnkonzepte und lädt Interessierte zu persönlicher Fachberatung sowie einem Rahmenprogramm ein.
Oberpullendorf: Ein riesiger Akku für die Energieunabhängigkeit
Innovation
Die Burgenland Energie nahm in Oberpullendorf den zweiten Großbatteriespeicher des Landes offiziell in Betrieb. Er sichert die Stromversorgung und stärkt den Schutz vor Blackouts.
BE Energy Josef Kuzmits, Landtagsabgeordneter Jürgen Karall, Bürgermeister Oberpullendorf Johann Heisz, CEO Burgenland Energie Stephan Sharma (v.l.).
© Burgenland Energie AG
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur regionalen Energieunabhängigkeit wurde in der Bezirkshauptstadt Oberpullendorf gesetzt: Das dortige Biomassekraftwerk wurde um einen modernen Großbatteriespeicher erweitert. Die Anlage verfügt über ein Speichervolumen von fünf Megawattstunden und nimmt überschüssigen Strom aus den umliegenden Wind- und Photovoltaikanlagen auf. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und des Landes wurde der Riesen-Akku nun offiziell in Betrieb genommen.
„Damit befindet sich die Speicherstrategie des Landes voll in Umsetzung“, erklärte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Bis Mitte 2027 plant das Unternehmen, Großspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 700 Megawattstunden im gesamten Bundesland zu errichten. Die geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung des Projekts unterstrich Landtagsabgeordneter Jürgen Karall: „Die letzten Jahre haben uns gezeigt, wie gefährlich die Abhängigkeit vom Ausland ist. Mit jeder Kilowattstunde, die wir im Burgenland halten, lösen wir uns von problematischen Lieferanten.“
Auch in der Stadtgemeinde ist die Freude über das zukunftsweisende Projekt groß. Oberpullendorf gehört zu den ersten Standorten, die mit dieser Technologie ausgestattet werden. „Ich bin überzeugt: Speicher sind der große Game-Changer auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit“, betonte Bürgermeister Johann Heisz, der stolz auf die Vorreiterrolle seiner Gemeinde blickt.
Neben der reinen Effizienzsteigerung erhöht das Projekt die regionale Sicherheit im Krisenfall drastisch. Der Speicher ist vollständig blackout-fähig. Das bedeutet, dass die Anlage im Falle eines großflächigen Stromausfalls unabhängig vom öffentlichen Netz hochgefahren werden kann. „Wie bei einem privaten Heimspeicher ermöglichen uns diese Großbatterien erstmals, im Blackout-Fall in der Region den Netzwiederaufbau anzustoßen und die Stromversorgung schnell wiederherzustellen“, erläuterte Sharma den technischen Zusatznutzen für die Bevölkerung.