Anna Fuhrmann beendet ihre Wettkampf-Karriere
Jiu Jitsu
Nach 20 Jahren im Spitzensport ist für Anna Fuhrmann Schluss. Sie blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück.
Sie war ein Garant für Medaillen: Anna Fuhrmann beendete ihre aktive Sportkarrieren.
© jusports
Es ist ein schwerer, aber notwendiger Schritt: Nach zwei Jahrzehnten im Spitzensport beendet die aus Wallern stammende Jiu-Jitsu-Kämpferin Anna Fuhrmann ihre aktive Karriere. Grund dafür ist eine schwere Verletzung, die ihr beinahe eine Querschnittslähmung eingebracht hätte. „So wollte ich mir das Ende eigentlich nicht vorstellen, aber manchmal hat das Leben andere Pläne“, schreibt die 26-Jährige in einem emotionalen Statement.
Fuhrmann, die ihre ersten Kämpfe 2005 für den Jiu-Jitsu Club Vila Vita Pannonia Wallern bestritt, zählt zu den erfolgreichsten Athletinnen Österreichs in ihrer Sportart. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Welt- und Europameistertitel 2023, die Teilnahme an den World Games 2022, sowie die U21-Welt- und Europameistertitel 2019. Sie holte zahlreiche Medaillen bei internationalen Meisterschaften in den Kategorien U18, U21 und der allgemeinen Klasse.
„Jiu-Jitsu war 20 Jahre lang meine Leidenschaft und mein Leben“, sagt Fuhrmann. Die Liste ihrer Erinnerungen ist lang: Reisen zu Wettkämpfen auf der ganzen Welt, Freundschaften, unzählige Trainingseinheiten, Triumphe, aber auch Rückschläge. „Jeder Moment war es wert“, betont sie rückblickend.
Besonderen Dank richtet die Athletin an ihren Heimatverein in Wallern, an ihre Teamkollegen im österreichischen Nationalteam, an ihre Trainer – darunter ihr Vater Ferdinand Fuhrmann, der sie einst zum Sport brachte – sowie zuletzt an Coach Marion Tremel, die sie bei den größten Erfolgen begleitete. Auch Sponsoren, Freunde und Familie seien entscheidend für ihre Laufbahn gewesen.
Neues Ziel: Ausbildung zur Physiotherapeutin
Mit dem Karriereende öffnet sich für Fuhrmann nun ein neues Kapitel. Derzeit beendet sie ihr Studium der Physiotherapie. „Was danach kommt, weiß ich noch nicht – und das ist auch in Ordnung. Es ist ein bisschen beängstigend, aber auch unglaublich spannend“, sagt sie. Dem Jiu Jitsu-Sport wird sie treu bleiben: „Ich werde weiterhin den Nachwuchs trainieren, wenn es sich zeitlich ausgeht.“ Auch für ihre Schwester Lisa Fuhrmann möchte sie weiterhin da sein und sie auf Wettkämpfe vorbereiten. Bei der nächsten EM in Belgien wird Anna Fuhrmann zudem als Coach in Erscheinung treten und dort womöglich Lisa und Julia Blawisch unterstützen.
Eines steht für die Wallner Ausnahmeathletin jedoch fest: „Die Erfahrungen, Freundschaften und Erinnerungen bleiben für immer. Jiu-Jitsu hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.“