Der Kreis schließt sich: EM-Gold für Lisa Fuhrmann
Jiu Jitsu-EM
Lisa Fuhrmann vom Jiu Jitsu Club „Vila Vita Pannonia“ Wallern gewann in Heraklion/Kreta ihre erste Goldmedaille bei einem internationalen Großereignis in der Allgemeinen Klasse. Die Polizei-Spitzensportlerin krönte sich zur Europameisterin bis 57 Kilogramm.
Im Vorjahr wollte Lisa Fuhrmann bei den World Games in China (Chengdu) zur Überfliegerin werden - das gelang nicht. Nun war es soweit und sie krönte sich zur Europameisterin.
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Kreuzbandriss im Jahr 2024 bei einem Trainingsunfall, wenige Monate danach WM-Silber mit gerissenem Kreuzband in Heraklion und Qualifikation für die World Games 2025 in China, Operation, Comeback bei den World Games inklusive verpasstem Finaleinzug und sportlicher Enttäuschung - und nun, im Jahr 2026 der Europameistertitel - da, wo vor eineinhalb Jahren Silber bei der Weltmeisterschaft die Belohnung war.
Der Kreis hat sich für Lisa Fuhrmann geschlossen, sie hat den angepeilten Sprung an die Spitze geschafft. Denn dadurch steht die 24-Jährige erstmals in ihrer Karriere in der Allgemeinen Klasse bei einem Großevent ganz oben. Nach Siegen über Eirini Oikonomaki (GRE) und Jeannine Villinger (SUI) musste sie im Halbfinale mit der zweifachen Weltmeisterin und Weltranglistenersten Genevieve Bogers aus den Niederlanden den wohl größten sportlichen Brocken überwinden - mit 11:8 Punkten zog sie ins Goldfinale ein.
Dort setzte sie sich in einem spannenden Kampf, bei dem sie zu Beginn punktemäßig zurücklag, aber danach die Kontrolle übernehmen konnte, gegen die Niederländerin Romee Roussey mit einem Full Ippon-Sieg durch. Der Lohn kann sich sehen lassen: Sie ist somit Europameisterin in der Allgemeinen Klasse Fighting -57 kg. „Ich bin schon mit einem Gefühl nach Kreta gekommen“, berichtete Fuhrmann im Gespräch mit der BVZ. Auf die neue Gewichtsklasse hatte sie sich im Vorfeld gut vorbereitet und viel trainiert. Und Kreta sei ohnehin ein guter Boden für sie. „Hier wurde ich schon U18- und U21-Eurpameisterin sowie Vize-Weltmeisterin“, dürften die Erfolg der Vergangenheit dieses Mal sehr viel Kraft gegeben haben. Am obersten Treppechen zu stehen, bedeute ihr sehr viel. „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man da oben steht und die Hymne hört. Ich freue mich, dass ich nun endlich die Goldmedaille in der Allgemeinen Klasse errungen habe“, war Fuhrmann überglücklich.