25 Jahre eu-art-network: Die Kunst ist auch ein Fest

Jubiläum & Ausblick

Tagelang könnte man sich erzählen, was man in 25 Jahren so alles erlebt hat, hieß es beim Jubiläum im Mattersburger Kulturzentrum: Einige Geschichten vom eu-art-network sind sich bei der Fest-Ausstellung jedenfalls ausgegangen. Und die Geschichte wird weitergeschrieben, gefeiert wurde mit vielen Gästen aus der Szene und natürlich mit Kunst.

Von Wolfgang Millendorfer

Starkes Netzwerk. Das Organisationsteam, bildende und schreibende Künstlerinnen und Künstler mit Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf als Ehrengast.

Starkes Netzwerk. Das Organisationsteam, bildende und schreibende Künstlerinnen und Künstler mit Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf als Ehrengast.

© Wolfgang Millendorfer

„Machen wir gleich was Größeres.“ Die Idee, das Burgenland (wieder) zum Schauplatz eines internationalen Symposiums und damit auch sichtbarer zu machen, traf auf reichlich Motivation, als im Jahr 2001 das Netzwerk ins Leben gerufen wurde. Auf Initiative von Christa Prets, die soeben ins EU-Parlament eingezogen war und auch künstlerische Impulse mitnehmen wollte, fanden Kreative zusammen und wurden kreativ. Heute kann das eu-art-network schon auf ein Vierteljahrhundert zurückblicken.

Das Literaturhaus im Kulturzentrum Mattersburg war zusammen mit dem network Gastgeber der Jubiläums-Ausstellung und des dazugehörigen Festaktes; im September ist dann wieder das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab die neue Heimat der Künstlerinnen und Künstler. Wie und wo man sich in den vergangenen 25 Jahren bewegt hatte, darüber zogen Symposiums-Präsidentin Elke Mischling, Organisator Horst Horvath und Kurator Wolfgang Horwath Resümee.

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25 Jahre eu-art-network: Die Kunst ist auch ein Fest

© Wolfgang Millendorfer

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21 Jahre lang war das eu-art-network, das 2001 unter dem Namen „Ziel 1 = Kunst = Ziel 1“ gestartet war, in der Cselley Mühle in Oslip zuhause: Arbeiten, entwerfen, diskutieren, zusammensitzen ... alles an einem Ort und alle zusammen. 19 Symposien wurden in der Mühle abgehalten, in sämtlichen Räumen wurde gemalt, gemeißelt, getöpfert, geschrieben, performt - von Publikum, Gästen und Freunden ließ man sich dabei über die Schulter schauen.

Eine große Lücke riss das Ableben von Robert Schneider, Sepp Laubner und Johannes Haider in das Netz; einige traurige Abschiede sind auch Teil der Geschichte.

Auf die Pandemie-Jahre folgte ein zweijähriges Gastspiel in Rust (nach „Linz 09“ in Oberösterreich die ersten Male außerhalb der Mühle), und dann ging es weiter südlich: Im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab wurde man von dessen Leiterin Petra Werkovits mit offenen Armen empfangen, wie Horst Horvath, Elke Mischling und Wolfgang Horwath im Rückblick erzählten. Als weiteres Gründungsmitglied war auch Fotokünstler Hans Wetzelsdorfer dabei, der die vielen Jahre stets auch im Bild festhielt.

Mitte September kommt man zum dritten Mal im Künstlerdorf zusammen, im Jubiläumsjahr steht wieder eine Frage als Thema voran: „Wozu?“, fragt das eu-art-network. Die Antworten werden in gewohnt vielfältiger Form gegeben.

Noch mehr Bilder vom Jubiläumsfest

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© Wolfgang Millendorfer

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Zu sehen sind die Ergebnisse vor Ort und an zahlreichen Schauplätzen: Brüssel, Venedig, London, Bozen, Alpbach, Budapest, Weimar ... auch die Liste der Ausstellungstätigkeit könnte man noch lange fortsetzen. Das Netwzwerk lebt, und es nimmt seinen Ausgang im Burgenland, als lebendiges Zentrum der Kunst. Oder, wie es Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf als Ehrenrednerin ausdrückte: „Wo, wenn nicht im Burgenland könnte so ein vielfältiges Netzwerk angesiedelt sein?“

385 Künstlerinnen und Künstler aus 47 Ländern waren im Lauf der 25 Jahre bei den Symposien dabei. Europaweit wurden 79 Ausstellungen veranstaltet.Seit zehn Jahren sind Bilder und Texte im großformatigen Cahier d'art gesammelt nachzublättern. Welche Rolle die (von Gerhard Altmann kuratierte) Literatur-Schiene spielt, wurde beim Festakt ebenso präsentiert.