Volkshilfe und Gemeinden treten gemeinsam gegen Kinderarmut auf
Kampagne & Petition
Etliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister werden sich in den kommenden Wochen mit einer Botschaft gegen Kinderarmut vor „ihre“ Ortstafeln stellen und Fotos machen: Hintergrund ist eine Kampagne der Volkshilfe, die nun im Burgenland angekommen ist.
Gemeinsam gegen Kinderarmut: Sozialarbeiterin Elvira Prangl, Steinbrunns Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer, Volkshilfe-Burgenland-Präsidentin Verena Dunst, Frauenkirchens Bürgermeister Hannes Schmid und Volkshilfe-Projektleiterin Monika Rauscher.
© Wolfgang Millendorfer
„Wir können die Kinderarmut abschaffen!“ Mit diesem klaren Slogan rollt die Volkshilfe österreichweit ihre neue Kampagne aus. Das Burgenland will eines der ersten Bundesländer sein, in dem möglichst viele Gemeinden mitmachen und „gegen Armut aufstehen“. 7.000 Kinder und Jugendliche sind hierzulande armutsgefährdet, rund 4.000 davon sind jünger als 14 Jahre; in Österreich sind 350.000 Kinder von Armut und Ausgrenzung betroffen.
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen appellierte Volkshilfe-Burgenland-Präsidentin Verena Dunst an die Gemeinden und auch an die Bevölkerung, die Kampagne zu unterstützen. „Für viele Familien geht es sich einfach nicht aus, selbst wenn zwei Erwachsene arbeiten.“ Unterstützung bekommen sie von der Volkshilfe mit ihren 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit Spenden, Sachleistungen und günstigem Einkauf in den Sonnenmärkten.
„Unsere Botschaft ist einfach: Sie sind nicht allein!“, erinnert Dunst. Die Vision ist aber, mit Initiativen wie der „Kinder-Grundsicherung“ entscheidende Schritte zu setzen, um die Armut dort anzupacken, wo es wirkt. Zusammen mit Volkshilfe-Geschäftsführer Erich Fenninger macht sich Dunst für die Petition zur Grundsicherung stark.
Chancengleichheit - bei Bildung und in der Freizeit
Bei der Präsentation der Aktion wurde die Volkshilfe-Präsidentin von Sozialarbeiterin Elvira Prangl und Mitarbeiterin Monika Rauscher unterstützt; mit Bürgermeister Hannes Schmid und Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer waren auch schon die ersten Gemeinden an Bord. Der Ortschef aus Frauenkirchen und seine Amtskollegin aus Steinbrunn erzählten dabei auch, wie man mit einfachen Schritten vor Ort helfen kann.
Sei es mit Bildungs- und Freizeitaktionen in der Schulstadt Frauenkirchen oder mit Tanzkursen für Jugendliche in Steinbrunn – das Gemeinsame ist der Ausgangspunkt und hilft schon weiter. Schmid und Radatz-Grauszer sind beide auch als Schuldirektoren im Einsatz und treten daher besonders für Chancengleichheit ein.
Wenn in der nächsten Zeit also auf Social Media und in den Medien Bilder von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor der Ortstafel auftauchen, dann sollen alle hinschauen, meinen Volkshilfe-Präsidentin Dunst und ihr Team. In allen Bereichen gehe es um dieses Gemeinsame und um die Chancengleichheit, gerade für Kinder.