„Brauchte das Geld, um zu überleben“

Kellereinbrüche

Ein 37-jähriger, zuletzt unterstandsloser Slowake wurde wegen Kellereinbrüchen in Neusiedl am See zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir

Der Slowake hatte in Neusiedl am See in Kellerabteile in zwei Mehrparteienhäusern eingebrochen.

Der Slowake hatte in Neusiedl am See in Kellerabteile in zwei Mehrparteienhäusern eingebrochen.

© BVZ/Kirchmeir

Der Mann hatte am 15. September 2025 mehrere Kellerabteile in Wohnhäusern in Neusiedl am See aufgebrochen. Damals wurde er von der Polizei erwischt, die gesamte Diebsbeute wurde ihm wieder abgenommen.

Nach einem neuerlichen Diebstahl am 1. März 2026 in Wien kam er in der Justizanstalt Eisenstadt in Untersuchungshaft. Am 16. März stand er nun am Landesgericht vor der Richterin.

Acht Vorstrafen waren bereits im Register des Angeklagten eingetragen. Er lebte zuletzt auf der Straße und hielt sich mit Gelegenheitsjobs und Straftaten über Wasser.

„Seit meiner Entlassung im Mai 2020 bin ich als Person den Bach runtergegangen“, sagte er vor Gericht. Arbeit zu finden, sei ein „riesengroßes Problem“. „Ich brauchte das Geld, um zu überleben“, erklärte er, warum er immer wieder einbrechen ging.

Eine Akku-Flex mit Trennscheibe war bei ihm gefunden worden. „Das war meine“, gab der Angeklagte verlegen lächelnd zu. „Ich will ja nicht lügen: Ich verwendete sie für die Diebstähle“, gestand er.

Er habe ein „ganz normales Leben“ als Familienvater geführt, bis er herausgefunden habe, dass „das dritte Kind aus einer außerehelichen Beziehung meiner Frau stammt“.

Das habe ihn vor zwei Jahren „zusammengehaut“.

Der Slowake wurde zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er nahm das Urteil an.