Über 40 Prozent Plus: Rekordzahlen im Institut Kinderwunsch Burgenland

Klinik Oberpullendorf

Der Vergleich der Leistungsdaten zwischen 2022 und 2025 zeigt eine kontinuierliche Steigerung in allen zentralen Bereichen der medizinisch unterstützten Fortpflanzung. Auch die Erfolgsquote liegt über dem österreichischen Durchschnitt.

Von BVZ Redaktion

Prof. Dr. Kazem Nouri, Leiter des Instituts Kinderwunsch Burgenland, beim Simulationstraining für die Eizellenentnahme.

Prof. Dr. Kazem Nouri, Leiter des Instituts Kinderwunsch Burgenland, beim Simulationstraining für die Eizellenentnahme.

© Gesundheit Burgenland

In den vergangenen Jahren hat das Institut Kinderwunsch Burgenland in der Klinik Oberpullendorf eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Innerhalb von nur drei Jahren ist die Zahl der durchgeführten Zyklen um mehr als 40 Prozent gestiegen. „Diese Entwicklung spiegelt nicht nur das steigende Vertrauen der Patientinnen und Paare wider, sondern auch die kontinuierliche Verbesserung unserer medizinischen, organisatorischen und labortechnischen Prozesse“, erklärt Prof. Dr. Kazem Nouri, Leiter des Instituts Kinderwunsch Burgenland.

Und Gesundheitsreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ergänzt: „Paare, deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt, haben meist einen längeren Leidensweg hinter sich. In Oberpullendorf finden sie erstklassige und kompetente Hilfe. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Ausbau des Instituts Kinderwunsch im vergangenen Jahr der richtige Schritt war.“

Zahlen von 2022 bis 2025 um bis zu 67 Prozent gesteigert

Die Zahl der Inseminationen, bei der aufbereiteter männlicher Samen zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Gebärmutter der Frau übertragen wird, stieg von 24 auf 42 – ein Plus von 75 Prozent. Die Punktionen konnten von 118 auf 171 gesteigert werden, was einer Zunahme von knapp 45 Prozent entspricht. Bei Punktionen werden Eizellen der Frau entnommen und im Labor mit Spermien befruchtet. Auch die Gesamtzahl der Embryotransfers (frisch und kryokonserviert) erhöhte sich deutlich – von 166 im Jahr 2022 auf 223 im Jahr 2025 (+34 %). Dabei wird eine Eizelle, die sich nach der Befruchtung außerhalb des weiblichen Körpers zu einem Embryo entwickelt hat, mittels Katheter durch den Muttermund in die Gebärmutter eingesetzt. Und waren es im Jahr 2022 noch 135 Erstgespräche, so liegt diese Zahl mittlerweile bei 226 (eine Steigerung von mehr als 67 Prozent).

Erfolgsquote über dem Österreichdurchschnitt

Von einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung spricht man, wenn in der 7. Schwangerschaftswoche eine positive Herztätigkeit des Embryos in der Gebärmutterhöhle zu verzeichnen ist. Die Erfolgsrate des Instituts Kinderwunsch Burgenland liegt mehrere Prozentpunkte über dem Durchschnitt in Österreich und damit zählt die Einrichtung in Oberpullendorf zu den Top-Instituten des Landes. Ende Oktober wurde das Institut Kinderwunsch Burgenland vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zwecks Re-Zertifizierung inspiziert – mit Erfolg. Kazem Nouri: „Wir konnten unsere Zertifizierung ohne Beanstandungen erneuern und haben für die hohe medizinische und organisatorische Qualität unserer Arbeit ausdrückliches Lob erhalten.“

Über 40 Prozent Plus: Rekordzahlen im Institut Kinderwunsch Burgenland

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Guter Ruf über die Landesgrenzen hinaus

Nicht nur immer mehr Burgenländerinnen lassen ihre IVF-Behandlung (In-Vitro-Fertilisation/künstliche Befruchtung) in Oberpullendorf durchführen, es kommen auch immer mehr Frauen und Paare aus anderen Bundesländern ins Institut Kinderwunsch Burgenland. Durch die Anstellung von zwei ungarischen Ärztinnen werden zusätzlich Patientinnen aus Ungarn auf das Angebot aufmerksam.

Neben der Erfolgsrate sprechen auch die Serviceleistungen für Oberpullendorf: Dadurch, dass das Institut Kinderwunsch Burgenland in die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe eingebettet ist, könnten Frauen und Paare an einem Ort von der Befruchtung bis zur Geburt und darüber hinaus kompetent und liebevoll betreut werden.

Seit 2023 wird die Kryokonservierung von Eizellen („Egg Freezing“) angeboten, die Frauen zu Gute kommt, die durch onkologische Behandlungen oder schwere Endometriose ihre Fruchtbarkeit verlieren könnten. Hier wurde zusätzlich ein sozial gestaffeltes Preispaket geschnürt, das dieselben Leistungen wie etwa in Wiener Instituten enthält – Eizellenentnahme, Kryokonservierung, Lagerkosten – aber zu einem mehr als 50 Prozent günstigeren Preis. Durch eine Kooperation mit der Pharmafirma Merck Serono erhalten betroffene Frauen die notwendigen Stimulationsmedikamente sogar kostenlos.

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