Erstmals war Raiding am vergangenen Wochenende Austragungsort der offenen burgenländischen Schach-Landesmeisterschaft und der Senioren-Landesmeisterschaft. Von Freitag bis Montag traten 40 Teilnehmer im Wettkampf gegeneinander an. In sieben Runden wurden die Landesmeistertitel ausgespielt. Das Teilnehmerfeld war dabei breit gefächert: Der jüngste Spieler war sieben Jahre alt, der älteste 88. Auch ein Teilnehmer aus Australien war mit dabei.
Schloss-Spiele: Finaler Höhepunkt im österreichischen Dramen-Reigen
Kobersdorf
Bevor kommendes Jahr mit dem „Nackten Wahnsinn“ wieder Komödie pur die Bühne im Kobersdorfer Schlosshof regiert, laden Wolfgang Böck und Co. noch bis 27. Juli zu Gefühlsturbulenzen in den Wiener Wald.
Intendant Wolfgang Böck und Produktionsleiterin Karin Gollowitsch konnten KBB-Geschäftsführerin Claudia Prieber samt Gatten Wolfgang.
© Elisabeth Tritremmel
Ödön von Horvaths Volksstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ soll „den abschließenden Höhepunkt unserer Reihe mit verstärktem Österreichbezug bilden, die wir mit dem Bockerer von Preses/Becker begonnen haben, um sie mit Raimunds Alpenkönig und Menschenfeind und zuletzt Turrinis Neufassung des Dieners zweier Herren fortzusetzen“, schreibt Wolfgang Böck im Programmheft der heurigen Schloss-Spiele.
Zur Premiere konnte er eine lange Liste von Ehrengästen willkommen heißen, allen voran Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner sowie die Landesräte Daniela Winkler, Heinrich Dorner und Leonhard Schneemann. „Ich wurde im Vorfeld oft gefragt, warum ich dieses Stück spiele. Wenn man die Welt von der Horvath in dem 1920ern schreibt mit der heutigen vergleicht, ist es verblüffend, wenn nicht erschreckend, welche Ähnlichkeiten sich auftun. Unterhalb der gesellschaftlichen Oberfläche hat sich nicht so viel verändert“, so Böck.
Rollenbesetzung und schauspielerische Darstellung erwecken einen tief berührenden Anschein von Authenzität, der einem phasenweise das Gefühl gibt nicht nur Zuschauer, sondern Teil der Geschichten aus dem Wiener Wald zu sein. Das stark reduzierte Bühnenbild, für das erstmals in der Geschichte der Schlossspiele ein schnürboden mit stimmungsvollen Fotografien zum Einsatz kommt, lenkt den Fokus noch stärker auf die vielen zwischenmenschlichen Ebenen der Geschichten aus dem Wiener Wald, die für Spannung(en) sorgen.