Was wird jetzt eigentlich aus ...?

Kölly & NEOS motiviert

Nach dem Scheitern mit Liste Hausverstand und den Gelben macht Manfred Kölly mit seiner Liste Burgenland weiter. Bei den NEOS tritt Christoph Schneider zur Chefwahl an. Das nächste Ziel für alle lautet: Gemeinderatswahlen 2027.

Von Wolfgang Millendorfer

Liste Hausverstand und NEOS ... Géza Molnár und Manfred Kölly (v.l.), der solo mit der LBL durchstarten will. Das pinke Duo bleibt mit Landesgeschäftsführerin Sylvia Neuherz und Landessprecher Christoph Schneider (Bild rechts) bestehen.

Liste Hausverstand und NEOS ... Géza Molnár und Manfred Kölly (v.l.), der solo mit der LBL durchstarten will. Das pinke Duo bleibt mit Landesgeschäftsführerin Sylvia Neuherz und Landessprecher Christoph Schneider (Bild rechts) bestehen.

© Wolfgang Millendorfer

Wir erinnern uns: Die Ernüchterung war groß, als die NEOS und die Liste Hausverstand am Wahlabend im Jänner realisieren mussten, dass man die Ziele doch mit Abstand nicht erreichen konnte. An der vierprozentigen Landtagshürde scheiterten die einen mit 2,1 und die anderen mit 0,8 Prozent.

Die Liste Hausverstand des einst blauen und dann freien Abgeordneten Géza Molnár ist nach der Landtagswahl noch in Kontakt und besteht als „mehr oder weniger loses politisches Forum“. Wenn jemand aus dem Team zur Gemeinderatswahl antreten möchten, stehe er mit Rat und Tat zur Seite, sagt Molnár.

Der Listenzweite macht auf jeden Fall weiter. Manfred Kölly, der als Ex-FPÖ-Klubchef, Stronach-Mitstreiter und Begründer der Liste Burgenland bei der Nationalratratswahl mit den Gelben und bei der Landtagswahl mit Hausverstand angetreten ist, will's noch immer wissen.

Was wird jetzt eigentlich aus ...?

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„Ich werfe die Flinte nicht ins Korn“, meinte Kölly auf die Frage, warum er sich die Politik noch „antue“. Vielmehr tritt er bei der LBL-Generalversammlung zur Wiederwahl als Obmann an. Und er will Aufbauarbeit leisten: „Gute Leute bekommen immer Unterstützung. Wir haben es schon zweimal in den Landtag geschafft, warum also nicht wieder?“

Und obwohl der ehemalige Langzeit-Ortschef aus Deutschkreutz kein Bürgermeister mehr ist, will er mitreden, etwa beim Gemeinde-Gipfel. Mit Preisgarantie auf zehn Jahre und einer Art Aufsichtsrat für Gemeinden könnte der „Müll-Deal“ zur Übernahme des BMV durch das Land durchgehen, hätte Kölly schon einen ersten Vorschlag.

Die Gemeindepolitik und die Kommunalwahlen 2027 sind auch der Hauptmotivator für die NEOS, um die es im Burgenland zuletzt trotz pinker Regierungsbeteiligung im Bund ruhiger geworden ist. Das soll sich nun mit der Mitgliederversammlung ändern, verriet Geschäftsführerin Sylvia Neuherzder BVZ.

Was wird jetzt eigentlich aus ...?

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Ende März tritt Spitzenkandidat Christoph Schneider zur Neuwahl als Landessprecher an, als Stellvertreterin soll Listenzweite Stani Frankeine noch größere Rolle spielen. Das interne Vorwahlsystem wird derzeit vorbereitet. Parallel dazu laufe die Aufbauarbeit in den Gemeinden an, sagt Neuherz. Das sei nämlich schon im vergangenen Superwahljahr immer als nächster Schritt geplant gewesen, heißt es bei den NEOS.