Kommt es zur „Blutauffrischung“ für die Mattersburger Gastro-Szene?

Konkrete Gespräche

Die Café-Konditorei Kaiser musste ihren Standort im Mattersburger Stadtzentrum aufgrund eines Insolvenzverfahrens Ende November 2025 schließen. Zwischen dem Besitzer der Immobilie, der Familie Polleres, und einem Gastronomen gibt es nun konkrete Gespräche über eine mögliche Verpachtung.

Von Richard Vogler

Die Café-Konditorei Kaiser schloss Ende November 2025. Läuft alles glatt, wird es einen Nachfolger geben.

Die Café-Konditorei Kaiser schloss Ende November 2025. Läuft alles glatt, wird es einen Nachfolger geben.

© Richard Vogler

Die Situation in der Mattersburger Gastronomie-Szene ist hinlänglich bekannt: Der „Florianihof“ schloss am 9. Februar dieses Jahres. Das „Terroir“ in der Innenstadt und „Julie's Coffee & Co“ in der Felixstraße haben am 28. Februar ihren letzten Öffnungstag. Für beide Lokale wird ein Pächter gesucht, ebenso für die Pizzeria Trattoria in der Bahnstraße.

Angesichts dieser Reihe an Schließungen ist das Ende der Café-Konditorei „Der Kaiser“ fast schon in Vergessenheit geraten: Ewald Kaiser musste infolge eines Insolvenzverfahrens seinen Mattersburger Standort mit 30. November des vergangenen Jahres schließen. Und genau dort könnte es zu einer Lokal-Neueröffnung kommen: Es handelt sich nicht um „lose“ Gespräche – die Verhandlungen befinden sich bereits in einer fortgeschrittenen Phase, fixiert wurde bisher jedoch noch nichts.

„Leider sperren in Mattersburg viele Lokale zu. Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir unser Lokal wieder verpachten können. Mit diesem Interessenten hat es bereits konkrete Gespräche gegeben, unterschrieben ist jedoch noch nichts“, berichtet Anna Polleres.

Beim möglichen Pächter handelt es sich um einen niederösterreichischen Gastronomen, der bereits ein Lokal im Raum Wiener Neustadt betreibt. Gemeinsam mit einer Geschäftspartnerin will er in Mattersburg sein zweites Standbein in der Gastronomie eröffnen.

Auch der Gastronom betont, dass „es konkrete Gespräche mit der Familie Polleres gibt, der Vertrag jedoch noch nicht unterschrieben ist und es von der BH noch kein ‚grünes Licht‘ gibt. Ich denke aber, es sieht sehr gut aus.“ Das Konzept des möglichen neuen Pächters steht bereits: „Ich bin ein Freund vom Motto ,never change a running system'. Das Konzept soll im Großen und Ganzen weitergeführt werden. Es soll eine Bäckerei und den Mittagsteller weiterhin geben, auch die Öffnungszeiten sollen gleich bleiben“, erzählt der Gastronom.
Worin er – falls es zur Eröffnung kommt – dennoch Akzente setzen möchte: „Auf jeden Fall in der Möglichkeit für geschlossene Gesellschaften und – dies muss jedoch erst noch mit dem Vermieter abgeklärt werden – eventuell bei Veranstaltungen.“